Spontan auf die Skipiste

Die grossen Schneefälle nach Weihnachten brachten den Bergbahnen der Ostschweizer Wintersportorte sofort viele Gäste. Die Saison ist damit aber noch nicht gerettet.

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Skifahrer in Wildhaus: Ab dem 26. Dezember liefen alle Bahnen im Toggenburg. (Bild: Ralph Ribi)

Skifahrer in Wildhaus: Ab dem 26. Dezember liefen alle Bahnen im Toggenburg. (Bild: Ralph Ribi)

Die Wintersportsaison in der Ostschweiz startete erst mit den grossen Schneemengen nach Weihnachten – dafür gleich überall, auch in tiefen Lagen: So wurde in der Stadt St. Gallen (670 Meter) auf der Kreuzbleiche – in der Nähe des Bundesverwaltungsgerichts – eine Langlaufloipe in Betrieb genommen, die zahlreiche Wintersportler anzog.

In den beiden Wintersportregionen Toggenburg und Heidiland wirkte sich der Andrang der Tagesgäste positiv aus. Für eine gute Bilanz habe die Saison aber wegen des lange fehlenden Schnees zu spät begonnen, sagt Urs Gantenbein, Sprecher der Bergbahnen Toggenburg.

Erst ab dem 26. Dezember liefen alle Bahnen. In den ersten Tagen danach hätten sich jeweils um die 10 000 Personen auf den Pisten getummelt. Der Start lasse aber keine Aussagen für den Rest der Saison zu, so Gantenbein: Wenn es genügend Schnee habe, würden im Dezember verpasste Skitage jeweils noch nachgeholt.

«80 Prozent Tagesgäste»

An den ersten beiden Januartagen seien Spitzenfrequenzen verzeichnet worden, sagt Heinrich Michel, Geschäftsführer der Bergbahnen Flumserberg. Das Weihnachtsgeschäft lief insgesamt nicht viel schlechter als im Vorjahr. Entscheidend für die Gesamtbilanz sei es aber nicht: «Wenn wir im Februar vier gute Wochenenden haben, sind Weihnachten vergessen.» Ausschlaggebend seien die Schneeverhältnisse – und die Wetterprognosen: Rund 80 Prozent der Wintersportler kämen als Tagesgäste in die Region.

Hotellerie wenig bedeutend

Die Hotellerie in der Ostschweiz spielt für den Wintersport eine vergleichsweise kleine Rolle. Kurz vor Weihnachten habe ein Umfrage gezeigt, dass sich die Buchungszahlen im selben Rahmen wie im Vorjahr bewegten, erklärt Sonja Fuchs, Marketing-Leiterin von Toggenburg Tourismus. Die Buchungen kämen immer kurzfristiger. Der Verlauf der Saison sei deshalb schwierig vorauszusagen, stellte sie fest.

In der Ferienregion Heidiland sei der Buchungsstand über die Festtage generell gut gewesen, sagt Adrian Pfiffner, Leiter Kommunikation von Heidiland Tourismus. «In der Hotellerie am Flumserberg gar leicht besser als im Vorjahr», ergänzt er. In der Parahotellerie gehe man von etwa gleich hohen Buchungszahlen aus wie im Vorjahr. Die schwierige Wetterlage im Vorfeld habe sich kaum auf das Buchungsverhalten ausgewirkt, stellt Pfiffner fest. (sda)