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Wie sehr nehmen private Geldgeber im schweizerischen Wissenschaftsbetrieb überhaupt Einfluss auf Forschung und Lehre? Eine Recherche von SRF Data zeigt auf, dass hier längst nicht alles zum Besten steht, dass an Schweizer Universitäten auch fragwürdige Verträge abgeschlossen wurden, die zudem

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Wie sehr nehmen private Geldgeber im schweizerischen Wissenschaftsbetrieb überhaupt Einfluss auf Forschung und Lehre? Eine Recherche von SRF Data zeigt auf, dass hier längst nicht alles zum Besten steht, dass an Schweizer Universitäten auch fragwürdige Verträge abgeschlossen wurden, die zudem nicht öffentlich einsehbar waren.

Mindestens fragwürdig sind solche Verträge, wenn sie einem Geldgeber etwa erlauben, Einfluss auf die Besetzung eines Lehrstuhls, einen Forschungsgegenstand sowie die Publikation von Forschungsergebnissen zu nehmen. Verträge dieser Art schaden am Ende der Glaubwürdigkeit der Universitäten.

Die Akquisition von Drittmitteln ist heute an Universitäten gang und gäbe. Ihr Umfang hat sich im letzten Jahrzehnt gar verdoppelt. Dass diese Akquisition indes nicht ohne strenge Regeln und Kontrollen zum Schutz der wissenschaftlichen Unabhängigkeit geht, auch dies zeigt die SRF-Recherche auf.

Die Universität St. Gallen (HSG) finanziert traditionell einen beträchtlichen Teil ihres Aufwandes durch Drittmittel. Deshalb hat sie – wohl im Unterschied zu manch anderer Schweizer Universität – eine gewisse Erfahrung im Umgang mit Geldern privater Herkunft. Gleichwohl befinde auch sie sich diesbezüglich «in einem Lernprozess», sagt Rektor Thomas Bieger. (cla.)

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