Spitalliste kommt im Herbst

Die Spitallisten und die Infrastruktur-Abstimmung sind zwei der grossen Themen, die das Gesundheitsdepartement derzeit fordern.

Silvan Lüchinger
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ST. GALLEN. Bis Anfang 2015 müssen die Kantone ihre Spitallisten erlassen. Für Öffentlichkeit und Anbieter am interessantesten ist jene der Akutspitäler. Laut Vorsteherin Heidi Hanselmann ist das Gesundheitsdepartement in dieser Sache auf Kurs. Per 1. Januar 2013 werde der Regierung der Strukturbericht und daraus abgeleitet die Liste der Akutspitäler unterbreitet. 2014 soll dasselbe für den Bereich Psychiatrie und nochmals ein Jahr später für den Bereich Rehabilitation vorliegen.

Differenzierter Prozess

Beim Beschaffen der Entscheidgrundlagen setzt das Amt für Gesundheitsversorgung auf frühe und intensive Gespräche mit den Anbietern, vor allem auch mit den Privatkliniken. «Wir vermeiden so viele langwierige Beschwerdeverfahren», ist Amtsleiter Peter Altherr überzeugt. Als abschreckendes Beispiel in dieser Hinsicht gilt der Kanton Bern.

Die Differenzierung, welches Spital was anbieten darf, folgt einem ausgeklügelten System. Frühere Leistungsaufträge unterschieden lediglich zwischen den vier Fachrichtungen Innere Medizin, Chirurgie, Orthopädie und Gynäkologie/Geburtshilfe. Heute sind sie in über 120 Leistungsgruppen aufgefächert, von denen jede bezüglich Personal und Infrastruktur eigene Anforderungen stellt.

Bis 2020 rechnet das Gesundheitsdepartement wegen des Bevölkerungswachstums und der durchschnittlich älteren Bevölkerung mit mehr Patienten als heute. Mehr Betten seien wegen der sinkenden Aufenthaltsdauer aber nicht nötig. Im Bereich Psychiatrie rechnet das Gesundheitsdepartement mit einem geringeren Bedarf an Stationärbetten.

Abstimmung 2014

Die Abstimmung über die Spitalprojekte in Altstätten, Grabs, Uznach, Wattwil und St. Gallen findet im Herbst 2014 statt. Alle Projekte kommen gleichzeitig vors Volk; die Bürger können sich aber zu jedem separat äussern.

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