Spitäler verzeichnen mehr Geburten

OSTSCHWEIZ. Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden hat im vergangenen Jahr erstmals über 1000 Geburten verzeichnet. Eine Umfrage in den Ostschweizer Kantonen bestätigt den Trend zu mehr Geburten.

René Rödiger
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Bild: Keystone

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Der Rekord habe sich abgezeichnet, sagt Urs Kellenberger, Direktor des Spitalverbundes Appenzell Ausserrhoden. «Wir hatten in den letzten Jahren eine kontinuierliche Steigerung der Geburtenrate», sagt er.

Dass in den Spitälern Herisau und Heiden erstmals über 1000 Geburten verzeichnet werden konnten, führt er auf verschiedene Faktoren zurück. Kellenberger: «Die Kliniken haben einen guten Ruf in der Bevölkerung und auch aus den angrenzenden Gemeinden ausserhalb der Kantone kommen viele werdende Mütter zu uns.» Der Direktor des Spitalverbundes glaubt, dass sich der Trend fortsetzen wird.

Auch im Thurgau und in St.Gallen wurden 2010 mehr Geburten verzeichnet. Wenn auch im Spital Frauenfeld im vergangenen Jahr leicht weniger Kinder zur Welt kamen, konnte Münsterlingen eine Zunahme auf 903 Geburten ausweisen (2009: 781). Das Kantonsspital St.Gallen hat noch keine aktuellen Zahlen für 2010. Laut Mediensprecherin Angelika Heuberger dürfte sich die Steigerung gegenüber dem Vorjahr aber etwa um 5 Prozent handeln.

Stabil blieb in der Ostschweiz der Anteil der Kaiserschnitte. Er liegt in allen Kantonen bei rund 25 Prozent. «Im Zentrum steht immer das Wohl des Kindes und der Mutter. Wir machen keine unnötigen Kaiserschnitte», sagt Urs Kellenberger.