Spiel, Spass und Integration

Pfadigruppen für Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung gibt es seit Jahrzehnten, und dies in diversen Ländern. In der Schweiz heissen sie «Pfadi Trotz Allem», kurz PTA.

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Pfadigruppen für Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung gibt es seit Jahrzehnten, und dies in diversen Ländern. In der Schweiz heissen sie «Pfadi Trotz Allem», kurz PTA. Die PTA hat hierzulande eine besonders lange Tradition, wurde die erste Behindertengruppe bereits im Jahr 1924 in einem Sanatorium gegründet. Heute gehören knapp 30 PTA-Abteilungen zur Pfadibewegung Schweiz (PBS). Sie haben in der Regel 20 bis 70 Mitglieder. Insgesamt sind 42 000 Menschen in 600 lokalen Gruppen Teil der PBS.

Die PTA möchte Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen, geistigen oder mehrfachen Behinderung bei verschiedenen Aktivitäten ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten erfahren lassen. Dies geschieht während regelmässigen Treffen am Samstagnachmittag sowie in Wochenend- und Ferienlagern.

In der PTA wird gespielt, gebastelt, gewandert, gesungen, gezeltet und vieles mehr. Die Mitglieder wollen die Welt entdecken, Fragen stellen und Erfahrungen sammeln. In all diesen Bedürfnissen unterscheiden sich Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung nicht von ihren Altersgenossen.

Die Leiterinnen und Leiter der PTA sind ehrenamtlich für die Pfadi tätig. Sie absolvieren Kurse – beispielsweise im Rahmen von Jugend + Sport (J+S) –, in denen sie von Fachleuten auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Integration ist in der PTA ein zentrales Thema. In der Abteilung Oberberg aus St. Gallen beispielsweise sind auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei, die keine Behinderung haben. Dieses Miteinander ist für alle eine Bereicherung. (aru/pd)