SPENDENAKTION: Mit dem Krankenwagen in die Mongolei

Zwei Freiwillige wollen mit einem ausrangierten Krankenwagen aus St. Gallen nach Ulan Bator fahren. Unterwegs sammeln sie Geld für ein Hilfsprojekt.

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Gestartet wird in Brüssel mit dem Ziel Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei. Die Strecke der Mongolia Charity Rally führt durch beinahe ganz Europa und Asien. Mit dabei sind im kommenden Jahr auch Elias Ettlin und Marcel Leuenberger von der Organisation «grenzen-los.ch». Sie nehmen den Weg in einem Krankenwagen auf sich, der von der Rettung St. Gallen gesponsert wird. Jedes Team plant seine Route in die Mongolei selbst. Da Ettlin und Leuenberger eine südliche Route gewählt haben, die unter anderem durch den Kaukasus und über die Seidenstrasse führt, rechnen sie mit einer Reisezeit von sechs bis acht Wochen. Bei der Mongolian Charity Rally ist der Weg das Ziel.

Spenden gehen an Kinder aus armen Verhältnissen

Die Teilnehmer versuchen, möglichst viel Geld für karitative ­Zwecke zu sammeln. Im Falle von «grenzen-los.ch» kommen die Spenden dem mongolischen Hilfswerk Bayasgalant zugute. Es führt in der Hauptstadt eine Tagesstätte für Kinder aus armen Verhältnissen. Dort erhalten die Kinder Nahrung, Schulunterricht und einen Ort zum Kindsein.

«Uns war die Nachhaltigkeit des Projekts wichtig», sagt Leuenberger. Den vom Hilfswerk unterstützten Kindern soll eine Berufsausbildung ermöglicht werden. Und der Krankenwagen wird auch in der Mongolei bei Krankentransporten zum Einsatz kommen.

Ausrangiert und bereit für neue Einsätze

«Der Organisation wird von der Rettung St. Gallen ein ausrangierter, aber bestens unterhaltener Krankentransportwagen zur ­Verfügung gestellt», sagt Philipp Lutz, Mediensprecher des Kantonsspitals St. Gallen. Die Rettung St. Gallen verfüge insgesamt über vier solcher Fahrzeuge, die primär für Verlegungsfahrten zum Einsatz kommen. Bei Erreichen einer gewissen Kilometeranzahl sind die Fahrzeuge ab­geschrieben und werden für Einsätze in der Schweiz nicht mehr verwendet. Auf Anfrage werden die Fahrzeuge wohltätigen Institutionen zur Verfügung gestellt.

«Die Rettung St. Gallen freut sich, etwas zum Erfolg dieses Projektes beitragen zu können, und hofft, dass eine möglichst hohe Summe zusammenkommt», sagt Lutz. Das Transportauto soll in der Mongolei noch viele wertvolle Einsätze leisten können. «Natürlich fliessen die Spendengelder aber auch an das Hilfswerk, falls das Fahrzeug unterwegs liegen bleiben wurde», sagen die Initiatoren.

Laura Widmer

laura.widmer@tagblatt.ch

www.grenzen-los.ch