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SP und Grüne lehnen Vorlage zu Berufsschule ab

Am 25. November entscheidet das St. Galler Stimmvolk über die Organisation der Berufsfachschulen (Nachtrag zum Einführungsgesetz zur Bundesgesetzgebung über die Berufsbildung). SP und Grüne lehnen die von der Mehrheit des Kantonsrats beschlossene Reform ab.

Es brauche «eine zeitgemässe Organisation mit einer klaren Führung der Schulen durch Verwaltung und Kantonsrat», wie die beiden Parteien in einer gemeinsamen Erklärung mitteilen. Der Kantonsrat will die Leitung der jeweiligen Schulen weiterhin einer Berufsfachschulkommission übertragen. Die Kommission soll durch einen Vertreter aus dem Umfeld der Schulen (Wirtschaft, Politik, Eltern) geführt werden. Die Rektoren der Schulen erhalten in diesen Kommissionen eine beratende Stimme. «Diese Organisationsform, die seit Jahren kritisiert wurde und zu wiederholten Rügen der Finanzkontrolle geführt hat, ist aus Sicht der SP untauglich, um die Berufsbildung zukunftsorientiert zu steuern», heisst es in der Mitteilung von SP und Grünen.

Diplomfeier der Holzbearbeiter und Zimmerleute am BWZ Toggenburg im Juli 2018. (Bild: Benjamin Manser)

Diplomfeier der Holzbearbeiter und Zimmerleute am BWZ Toggenburg im Juli 2018. (Bild: Benjamin Manser)

Die Führung einer Schule mit einem Millionenbudget und einer grossen Anzahl Mitarbeitenden durch eine nebenamtliche Milizperson entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen des Bildungssystems. Eine solche Person könne die Aufgaben gar nicht erfüllen; die eigentliche Arbeit würden die Rektoren leisten, die allerdings keine Entscheidungsbefugnis hätten und keine Verantwortung übernehmen müssten. SP und Grüne fordern, dass die Berufsfachschulkommission durch die Rektorin oder den Rektor geführt wird und dem Amt unterstellt ist. Als Mitglieder sollen weiterhin Vertreter des Gewerbes und der Politik in den Kommissionen mitarbeiten. «Für die Lernenden ist es zentral, dass sie eine ausgezeichnete, den neusten Anforderungen entsprechende Ausbildung erhalten», halten die Parteien fest. Deshalb brauche es zwingend eine Professionalisierung. Die Ablehnung der jetzigen Vorlage schaffe die Voraussetzungen für eine bessere Organisation. Im Interesse der jungen Berufsleute sei eine weitere Verzögerung vertretbar. (ar)

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