SP-Initiative für Energiewende eingereicht

ST. GALLEN. Die SP hat gestern ihre Initiative «Energiewende – St. Gallen kann es!» eingereicht. Das Volksbegehren verlangt, dass der Kanton jährlich mindestens ein Prozent seiner Ausgaben in die Förderung erneuerbarer Energien und ins Energiesparen investiert.

Drucken

ST. GALLEN. Die SP hat gestern ihre Initiative «Energiewende – St. Gallen kann es!» eingereicht. Das Volksbegehren verlangt, dass der Kanton jährlich mindestens ein Prozent seiner Ausgaben in die Förderung erneuerbarer Energien und ins Energiesparen investiert. Die Initiative wurde laut Communiqué von 4096 Stimmberechtigten unterzeichnet, mindestens 4000 sind erforderlich. Ein Prozent der Staatsausgaben entspricht jährlich 40 bis 50 Millionen Franken. Damit würde der Kanton in der Energiepolitik zu den Spitzenkantonen Thurgau und Basel aufschliessen und die Energiewende schaffen, ist die SP überzeugt.

«Rasch und nachhaltig ändern»

Der Kanton St. Gallen habe zwar ein Energiekonzept, was aber fehle, seien genügend Mittel, um Massnahmen umzusetzen, heisst es weiter. «Mit einem Prozent der Staatsausgaben ändern wir die Energiepolitik fundamental, rasch und nachhaltig», sagt Kantonsrat Ruedi Blumer. Das Potenzial von Sonnen- und Windenergie sowie Biomasse sei riesig. Diese Technologien seien erforscht und harrten der Umsetzung. Ein grosses Potenzial sieht die SP auch in der Geothermie. Mit Forschung und Pilotprojekten könne sie sich zu einem wichtigen Energiepfeiler entwickeln.

Einsicht und Investitionen

SP-Parteipräsidentin Claudia Friedl hält fest: «Die billigste Energie ist die gesparte Energie.» Überall könne gespart werden, ohne dass deswegen die Lichter ausgingen. In Gebäuden, bei Geräten, im Verkehr. Dafür brauche es aber Einsicht, Beratung und Investitionen. Der Kanton könne hier entscheidende Impulse und Anreize bieten. (red./sda)