Sonnencrème, Eis und ganz viel Wasser

Die Rekordhitze am diesjährigen Open Air Frauenfeld freute Eis- und Glaceverkäufer – und bescherte der Sanität jede Menge Arbeit.

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Die dunklen Gewitterwolken, die sich am frühen Samstagabend über dem Gelände des Open-Airs Frauenfeld zusammenziehen, bringen zuerst nicht die erhoffte Erfrischung. Erst um 22 Uhr, beim Auftritt der französischen Rap-Gruppe IAM, gibt der pechschwarze Himmel zaghaft einige Regentropfen frei. Der Sommerregen dürfte wohl nach Ansicht der meisten Besucher ruhig ein wenig stärker ausfallen. Am Samstagnachmittag ist auf dem Gelände eine Rekordtemperatur von 37,5 Grad Celsius gemessen worden. Jetzt wäre ein Regenguss eine willkommene Erfrischung.

Abkühlung mit allen Mitteln

Da der Regen ausbleibt, müssen sich die Festival-Gänger anderweitig eine Abkühlung besorgen. Wasserpistolen, Kessel, Flaschen und Abfallsäcke; beinahe alles dient als Behälter für das kühle Nass aus den Festivalbrunnen. Wasserschlachten oder ein Bad in der nahen Thur sind ebenfalls beliebte Aktivitäten während der heissesten Stunden des Tages. Die Rekordhitze verschafft auch den Verkäufern von Eiswürfeln, Glace und Getränken traumhafte Umsätze. «Wir haben extrem viel Eis verkauft», so eine der Glaceverkäuferinnen.

Dabei seien vor allem Wasserglacen wie «Pirollo» oder «Winnetou» sehr gefragt.

50 Liter Sonnencrème

Sonnencrème ist am diesjährigen Open Air ebenfalls reichlich verbraucht worden. Viele der Besucher hätten erfreulicherweise ihren eigenen Sonnenschutz mitgenommen, sagt Christoph Krebs vom Euro26-Team, welches auf Wunsch die Rücken, Nacken und Arme der Festival-Gänger vor der Bühne eincremt.

Trotzdem haben Krebs und seine neun Mitarbeiter in den drei Tagen rund 50 Liter Sonnencrème eingerieben. Viele Besucher seien sich der Gefahr eines Sonnenbrandes zum Glück bewusst gewesen, so Krebs.

Auch die Sanität hatte wegen der Rekordtemperaturen alle Hände voll zu tun. Neben den üblichen Bagatellfällen wie Schürfungen oder Bienenstichen mussten die Sanitäter gemäss der Medienstelle der Kantonspolizei Frauenfeld gut 400 Personen wegen der starken Sonne und der Hitze behandeln.

Tobias Hänni

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