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«Sommerfest» seit 25 Jahren

FRAUENFELD. Nur ein grösseres Sommernachtsfest hätte es werden sollen, 1987, auf der Grossen Allmend. Der FC Frauenfeld brauchte nach dem missglückten Ausflug in die Nati B Geld. Grafikbüro-Inhaber Ermano Conti aus Frauenfeld wollte mal etwas Neues versuchen. Das erste Frauenfelder Open Air ward geboren. Vor 25 Jahren.
Mathias Frei
Am ersten «Out in the Green» 1987 stand die Bühne am selben Ort wie heute. Gezeltet wurde, wo es einem beliebte: Zwischen der Ochsenfurt und bis 80 Meter vor der Bühne. Heutzutage wäre das unvorstellbar. Im Hintergrund sind die Tribünen der Pferderennbahn zu sehen. (Bild: pd/Stadtarchiv Frauenfeld)

Am ersten «Out in the Green» 1987 stand die Bühne am selben Ort wie heute. Gezeltet wurde, wo es einem beliebte: Zwischen der Ochsenfurt und bis 80 Meter vor der Bühne. Heutzutage wäre das unvorstellbar. Im Hintergrund sind die Tribünen der Pferderennbahn zu sehen. (Bild: pd/Stadtarchiv Frauenfeld)

Schönes, faules Open-Air-Leben. (Bild: Mario Testa)
Ein Glacé zur Abkühlung. (Bild: Reto Martin)
Tolle Stimmung beim Konzert von Sean Paul. (Bild: Reto Martin)
Cool drauf beim hitzigen Wetter. (Bild: Mario Testa)
Sun, Fun und viel Musik. (Bild: Mario Testa)
Leckere Verpflegung gehört zu einer guten Party. (Bild: Mario Testa)
Alles Schnuller oder was? (Bild: Mario Testa)
Ist das ein Blastest? (Bild: Mario Testa)
Freunde machen einen auf cool. (Bild: Mario Testa)
Das Publikum im Bann seines Stars Nas auf der Bühne. (Bild: Reto Martin)
Yasiin Bey aka Mos Def auf der Bühne - das Publikum entflammt am Bühnenrand. (Bild: Reto Martin)
Das weibliche Publikum schmilzt dahin... (Bild: Reto Martin)
Körperkontakt gehört während den Konzerten dazu. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))
Abfall wegwischen, damits am nächsten Tag wieder schön aussieht auf dem Gelände. (Bild: Reto Martin)
Das sind die Heinzelmännchen des Open Airs. (Bild: Reto Martin)
Abkühlung erwünscht am Samstagnachmittag. (Bild: Reto Martin)
Oben ohne ist das beste Outfit bei diesen heissen Temperaturen. (Bild: Reto Martin)
Gute Laune fällt leicht. (Bild: Reto Martin)
Abtanzen vor der Bühne. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))
Der Regenschirm ist das ideale Accessoire an diesen Tagen in Frauenfeld - schützt gegen Hitze und Nässe. (Bild: Reto Martin)
Ein Minigrill tut seinen Dienst am Open Air. (Bild: Reto Martin)
Die Zeltstadt macht jedem Campingplatz Konkurrenz. (Bild: Reto Martin)
Hitze macht erfinderisch... (Bild: Reto Martin)
Nach dem Regen scheint die Sonne - und trocknet alle Kleider wieder. (Bild: Reto Martin)
Schatten gesucht - Schatten gefunden. (Bild: Reto Martin)
Kurze Jeans sind beim Open Air Frauenfeld häufiger anzutreffen. (Bild: Reto Martin)
Bei dieser knappen Bekleidung mögen auch die Kleber nicht viel zu verdecken. (Bild: Reto Martin)
Zeichensprache ist auf Fotos besonders wichtig. (Bild: Reto Martin)
Zu zweit unter dem Schirm ist es besonders romantisch. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))
Gummistiefel waren zeitweilig ein nützliches Accessoire am Open Air. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))
Was nach den Konzerten spätabends übrig bleibt. (Bild: Reto Martin)
Stillleben mit Schirm vor der Bühne. (Bild: Reto Martin)
So viel Musik macht Appetit. (Bild: Reto Martin)
Am Freitagabend waren die Konzerte teilweise nur unter Plastik zu geniessen. (Bild: Reto Martin)
Lächeln trotz Regenwetters. (Bild: Reto Martin)
Abfeiern unter dem Schirm. (Bild: Reto Martin)
Nach dem Zeltbau lockt der Hunger. (Bild: Reto Martin)
Bier gefällig? (Bild: Reto Martin)
Ein Schnauz ist nie falsch. (Bild: Reto Martin)
Gute Freunde feiern auch zusammen. (Bild: Reto Martin)
Gehört diese Stange wirklich da hin? (Bild: Reto Martin)
Wahre Gentlemen tragen die Frauen auf den Schultern. (Bild: Reto Martin)
Besteht diese junge Frau den Style-Check? (Bild: Reto Martin)
Hahn im Korb. (Bild: Reto Martin)
Die Vorfreude auf drei Tage Hip-Hop ist riesig. (Bild: Reto Martin)
Die wohl häufigste Geste vor der Bühne. (Bild: Reto Martin)
Das Open Air ist auch ein Ort, um neue Freunde oder alte Bekannte zu treffen. (Bild: Reto Martin)
Wann beginnt endlich der nächste Act? (Bild: Reto Martin)
Frauenfeld TG - Impressionen vom Openair Frauenfeld 2012. (Bild: Reto Martin)
Die Stimmung ist schon am Freitag ausgelassen. (Bild: Reto Martin)
Zwischen den Konzerten haben die Gäste genug Zeit für Gespräche. (Bild: Reto Martin)
Zeit für einen Style-Wechsel. (Bild: Reto Martin)
Passt die Brille? (Bild: Reto Martin)
Kühlen Kopf bewahren. (Bild: Reto Martin)
Der Coiffeur sorgt noch für den nötigen Hip-Hop-Look. (Bild: Reto Martin)
Wenigstens die Männer pflegen die Tradition des Partnerlooks. (Bild: Reto Martin)
Perfekter Blick auf die Bühne. (Bild: Reto Martin)
In Frauenfeld kann auch mal gechillt werden. (Bild: Reto Martin)
Ob dieser Besucher auch im Alltag eine solche Kopfbedeckung tragen würde? (Bild: Reto Martin)
Trotz fehlendem Sonnenschein wird natürlich auch in Frauenfeld Haut gezeigt. (Bild: Mario Testa)
Hier wird wohl nicht nur Wasser getrunken. (Bild: Mario Testa)
Kleider machen Leute. (Bild: Mario Testa)
...und hier können diese Hüte gekauft werden. (Bild: Mario Testa)
Gutes Schuhwerk ist in Frauenfeld Pflicht. (Bild: Mario Testa)
Die Hip-Hop-Fans freuen sich auf drei Tage Musik. (Bild: Mario Testa)
Posieren für ein Gruppenbildchen. (Bild: Mario Testa)
Vor der grossen Sause müssen noch die Zelte gebaut werden. (Bild: Mario Testa)
Massenschlag beim Open Air Frauenfeld. (Bild: Mario Testa)
«Yes, We Camp» (Bild: Mario Testa)
Keine Angst: Die Härte ist nur gespielt. (Bild: Mario Testa)
Ob diese Gäste aus Deutschland sind? (Bild: Mario Testa)
Was wohl in der Kiste ist? (Bild: Mario Testa)
Zu einem richtigen Hip-Hop-Festival gehört auch ein Bild gesprayt. (Bild: Mario Testa)
Gummistiefel sind bei diesem Wetter angesagt. (Bild: Mario Testa)
Die Musik läuft schon mal. (Bild: Mario Testa)
Ganz cool posieren diese vier jungen Herren. (Bild: Mario Testa)
So ein Open Air kann ganz schön anstrengend sein. (Bild: Mario Testa)
Hauptsache Bass. (Bild: Mario Testa)
Etwas vergessen? Kein Problem: Auf dem Festivalgelände gibt es eine eigene Migros. (Bild: Mario Testa)
Erster Stopp auf dem Gelände ist für die meisten Besucher die Migros. (Bild: Mario Testa)
Gummistiefel für den Schlamm, kurze Hosen für die Sonne - und das Handy für die Freunde. (Bild: Keystone)
Das Zelt ist aufgestellt, jetzt wird relaxt. (Bild: Keystone)
Warten auf die Sonne kann man auch im Bikini. (Bild: Keystone)
Einmal ziehen, schon steht die Unterkunft. (Bild: Keystone)
Erste Blessuren? Oder ein Sonnencrème-Check? (Bild: Mario Testa)
Schon am Tag vor der offiziellen Eröffnung stehen die Besucher Schlange. (Bild: Mario Testa)
Bei traumhaftem Wetter freuen sich die Besucher auf drei Tage Musik. (Bild: Mario Testa)
Auf dem Gelände gibt es eine eigene Migros-Filiale. (Bild: Mario Testa)
Die Migros-Verkäuferinnen sind bereit für den Ansturm. (Bild: Mario Testa)
Nein, hier findet kein Jahrmarkt statt, sondern das Openair Frauenfeld. (Bild: Mario Testa)
Natürlich wollen sich auch alle Sponsoren im besten Licht präsentieren. (Bild: Mario Testa)
Ob die Sonne hält? (Bild: Mario Testa)
Für zwei Franken bekommt man ein sauberes WC. (Bild: Mario Testa)
Noch ist das Gras grün vor der Bühne. (Bild: Mario Testa)
Die Helfer haben alle Hände voll zu tun. (Bild: Mario Testa)
Die Kühlboxen stehen bereit. (Bild: Mario Testa)
In der brütenden Sonne schätzt man jedes Schattenplätzchen. (Bild: Mario Testa)
Grosser Andrang vor dem Eingang. (Bild: Mario Testa)
Wer ergattert sich die besten Zeltplätze? (Bild: Mario Testa)
Mit genügend Bier lässt es sich warten. (Bild: Mario Testa)
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Open Air Frauenfeld: Die Besucher

Heute startet das Bühnenprogramm des 18. Festivals, das mittlerweile als grösstes Hip-Hop- Open-Air Europas gilt. Am «Frauenfelder» geben sich auch dieses Jahr die höchstdotierten Urban Acts die Ehre. Bis 2000 brachte das «Out in the Green» neben den Rolling Stones (1998) viele Rock- und Popstars auf die Allmend. Dem musikalisch härteren «Ministry of Rock» war auf der Pferderennbahn nur ein kurzes Zwischenspiel beschieden.

Eintrittsgeld in Schubkarren

«In den ersten Jahren herrschte Goldgräberstimmung», erzählt Andreas Anderegg (55), der zwischen 1987 und 2000 Sicherheitschef am Open Air war. Wenige hätten damals den Vorverkauf benutzt. Die Kassenhäuschen seien bestürmt worden. In Jutesäcken seien die Eintrittsgelder mit Schubkarren ins Festivalbüro abtransportiert worden.

«Frauenfeld erlebte begeisterndes Open Air» war am 13. Juli 1987, am Montag nach dem ersten «Out in the Green» in der Thurgauer Zeitung zu lesen, von «30 000 zufriedenen Besuchern» und einem «grossen, friedlichen Volksfest». Gerade mal 4000 Besucher waren 1987 mit dem Zug angereist. Marillion, Jimmy Cliff oder Status Quo waren damals zu sehen. Auf der Rockbeiz-Bühne konzertierte die Frauenfelder Aumühli-Band.

«Wir waren erschlagen vom Erfolg», sagt Anderegg. 1987 reichten 80 Sicherheitsleute, 2000 waren es über 600. Andereggs grösste Befürchtung: «Dass etwas Unvorhersehbares passiert und Menschen zu Schaden kommen. Aber wir hatten immer Glück.» 1991, beim dritten «Out in the Green», stauten sich die Fahrzeuge auf der Autobahn bis Winterthur. 50 000 Menschen waren auf dem Platz. «Eine spannende Zeit.»

Open-Air-Gründer und Macher

Dem pflichtet Ernst Huber (53) bei. Als FCF-Vorstandsmitglied leitete er 1987 bis 2000 das Festivalbüro. «Die einen trauten uns diese Kiste nicht zu, die anderen wollten mitverdienen», erinnert er sich. Der Fussballclub war zu dieser Zeit Veranstalter des Open Airs. «Doch ohne Ermano Conti gäbe es heute kein Open Air Frauenfeld», sagt Huber. Der Open-Air-Gründer habe den Kontakt nach Frauenfeld abgebrochen, ist heute in Hergiswil gemeldet. Conti sei ein Macher gewesen, aber am Schluss vielleicht ein wenig naiv. Huber spricht das finanziell desaströse «Out in the Green» 1998 an, das Conti in den Konkurs trieb. Gleichwohl: «Ich bin stolz, dass ich dabei war.»

Die Ansprüche an sanitäre Anlagen waren 1987 noch nicht so hoch. (Bild: pd/Andreas Anderegg)

Die Ansprüche an sanitäre Anlagen waren 1987 noch nicht so hoch. (Bild: pd/Andreas Anderegg)

Die Bühne kam damals ohne Videoscreens aus. (Bild: pd/Stadtarchiv Frauenfeld)

Die Bühne kam damals ohne Videoscreens aus. (Bild: pd/Stadtarchiv Frauenfeld)

Das Publikum am damals grössten Schweizer Open Air. (Bild: pd/Andreas Anderegg)

Das Publikum am damals grössten Schweizer Open Air. (Bild: pd/Andreas Anderegg)

Musikgrössen wie Status Quo rockten das erste Open Air. (Bild: pd/Andreas Anderegg)

Musikgrössen wie Status Quo rockten das erste Open Air. (Bild: pd/Andreas Anderegg)

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