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Solarstrom-Förderung wird für Gossau zum Debakel

GOSSAU. Die Stadt Gossau steht vor einem Scherbenhaufen. Ohne rechtliche Grundlagen haben die Stadtwerke Verträge unterzeichnet, die in den nächsten Jahren Verpflichtungen von rund 33 Millionen Franken auslösen. Mit dem Geld soll die Produktion von Solarstrom gefördert werden. Beim Aushandeln der Verträge sind allerdings Fehler passiert.
Rafael Rohner
Solaranlage auf dem Dach des Oberstufenzentrums Buechenwald in Gossau. (Bild: Urs Jaudas)

Solaranlage auf dem Dach des Oberstufenzentrums Buechenwald in Gossau. (Bild: Urs Jaudas)

GOSSAU. Die Stadt Gossau steht vor einem Scherbenhaufen. Ohne rechtliche Grundlagen haben die Stadtwerke Verträge unterzeichnet, die in den nächsten Jahren Verpflichtungen von rund 33 Millionen Franken auslösen. Mit dem Geld soll die Produktion von Solarstrom gefördert werden. Beim Aushandeln der Verträge sind allerdings Fehler passiert. Denn die zugesicherten Beiträge an Solarstromanlagen sind aufgrund der Preisentwicklung deutlich zu hoch ausgefallen: Den Betreibern der Anlagen werden dadurch nicht nur die Investitionskosten gedeckt, sie sollen darüber hinaus in einem Zeitraum von 25 Jahren Beiträge von insgesamt 16 Millionen Franken erhalten.

Stadt kämpft mit Defizit
Diese Erkenntnis kommt für Gossau zu einem äusserst ungünstigen Zeitpunkt. Die Stadt kämpft derzeit mit einem strukturellen Defizit. Unlängst haben Stadtrat und Parlament einschneidende Sparmassnahmen beschlossen. Unter anderem sollen Schulklassen zusammengelegt und der Winterdienst reduziert werden.

Fehler eingeräumt
An einer eiligst einberufenen Medienorientierung haben die zuständige Stadträtin Gaby Krapf und Stadtpräsident Alex Brühwiler am Dienstag über die Versäumnisse informiert und Fehler eingeräumt. Der Stadtrat werde nun alles daran setzen, um den Schaden zu begrenzen, sagte Brühwiler. Dabei gehe es darum, bereits unterzeichnete Verträge neu auszuhandeln. Zudem will der Stadtrat dem Parlament nun beantragen, die jährlichen Beiträge zur Förderung von Solarstrom, zu halbieren.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 13. November.

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