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SOB führt E-Ticket-System ein

ST.GALLEN. Die Südostbahn (SOB) meint es ernst mit ihrer Mobilitätsplattform der Zukunft. Nach einem Projektwettbewerb vergab sie Ende 2015 den Auftrag an Siemens, ein E-Ticketing zu realisieren.
Tobias Gafafer
Der Voralpen-Express, Paradezug der Schweizerischen Südostbahn (SOB), verkehrt zwischen St. Gallen und Luzern. (Bild: Michel Canonica)

Der Voralpen-Express, Paradezug der Schweizerischen Südostbahn (SOB), verkehrt zwischen St. Gallen und Luzern. (Bild: Michel Canonica)

Seit 2014 hat die SOB in einer Komposition des Voralpen-Express und mit Smartphones ein E-Ticket-System getestet. Mit Erfolg, wie SOB-Direktor Thomas Küchler gegenüber der Ostschweiz am Sonntag sagt. Nun soll es vorwärtsgehen. Ende 2015 vergab die SOB nach einem Projektwettbewerb den Auftrag an den Siemens-Konzern, um bis im kommenden Dezember ein E-Ticketing zu realisieren – mit einer App, einem Onlineshop und Automaten und dem gesamten Schweizer ÖV-Angebot.

Anschluss nicht verpassen

Ebenfalls per Fahrplanwechsel vom Dezember plant die SOB für Kunden einen Pilotbetrieb mit dem sogenannten «Be in, be out»-System (Bibo), vorderhand nur über Smartphones. Einem System also, welches die Kunden beim Ein- und Ausstieg erfasst. In einem ersten Schritt will die Bahn alle Kompositionen des Voralpen-Express zwischen Luzern und St.Gallen mit Bibo ausrüsten, später ihre gesamte Flotte. «Die Mobilität und der klassische Vertrieb im öV werden sich massiv verändern», sagt Küchler. Er ist überzeugt, dass die Bahnen den digitalen Anschluss nicht verpassen dürfen.

Einige Hürden

Die Schweiz gilt beim öV zwar international bis heute als vorbildlich und innovativ. Beim E-Ticket aber bewegt sich seit Jahren wenig. 2013 schubladisierten die SBB und der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) entsprechende Pläne. Stattdessen führten sie als Zwischenschritt den «Swiss Pass» ein.

Um ihr Projekt rechtzeitig umsetzen zu können, muss die SOB einige Hürden nehmen. Sie müsste zum Beispiel rasch Zugang zum neuen elektronischen Verkaufs- und Vertriebssystem der ÖV-Branche erhalten. Es enthält alle Billett-, Abo- und Kundendaten der 250 Transportunternehmen und Tarifverbünde in der Schweiz. Entwickelt wird dieses von den SBB. Als grösste Bahn sehen sie sich als Systemführer. Küchler rechnet deshalb mit Bremsmanövern.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 17. Januar.

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