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So viel teurer sind die Standpreise an der Olma geworden

Macht ein Stand an der Olma für eine Firma heute noch Sinn? Katrin Meyerhans, Abteilungsleiterin Publikumsmessen, äussert sich zu den hohen Standpreisen und den neuen Herausforderungen eines Messeauftritts.
Christa Kamm-Sager
Je grösser die Standfläche, desto teurer der Preis. (Bild. Coralie Wenger/Archiv)

Je grösser die Standfläche, desto teurer der Preis. (Bild. Coralie Wenger/Archiv)

Katrin Meyerhans, am Donnerstag beginnt die schönste Jahreszeit für die Ostschweiz: die Olma. Für Aussteller ist es aber auch eine teure Jahreszeit.

Eine Messestand kostet einen rechten Betrag, das stimmt: Da ist zuerst die Standmiete, aber auch die Personalkosten und der Standbau kommen noch dazu. Auf der anderen Seite sollte sich das aber trotzdem auszahlen für die Aussteller. Entweder, weil sie gut verkaufen können oder weil sie wertvolle Kontakte zu den Kunden knüpfen können. Auch das Sammeln von Kundendaten, das Nachmessegeschäft, die Markenpositionierung oder die Betreuung des bestehenden Kundenstamms sind wichtig. Man muss bei diesen Kosten das Ganze ansehen und nicht nur den direkten Verkauf beurteilen. Auch bei anderen Werbeformen, sei es bei Inseraten oder Web-Auftritten, weiss man nicht ganz genau, was längerfristig ankommt. Aber trotzdem muss man den Namen und das Produkt immer wieder platzieren.

Täuscht der Eindruck, oder hat die Olma überdurchschnittlich viele treue Aussteller, die immer wieder kommen?

Ja, vielleicht haben wir auch wegen der guten Kundenbeziehung sehr viele langjährige, treue Aussteller, die jedes Jahr wieder an die Olma kommen und auf die ihre Kunden warten. Aber ohne gutes Standkonzept geht es nicht.

Trotzdem müssen es sich viele Standbetreiber zweimal überlegen, ob sie die Kosten für einen Stand an der Olma aufbringen können oder möchten. Jemand sagte mal, die Olma ist ein teurer Platz für einen Schwatz mit den Kunden.

Katrin Meyerhans (Bild: Michael Huwiler)

Katrin Meyerhans (Bild: Michael Huwiler)

Wenn man einen Stand nur betreibt für einen Schwatz mit den Kunden, dann wird das wirklich teuer. Eine Messeteilnahme ist etwas sehr Anspruchsvolles. Man muss sich im Vorfeld viele Gedanken machen, wie man auftreten will und mit welchen Botschaften man bei den Leuten ankommen will. Es ist nichts Triviales.

Wenn Standbetreiber hinter der Theke einfach nur Zeitung lesen, dann ist es schon etwas schwierig mit dem Kundenkontakt.

Es hat immer Aussteller, die das sehr gut machen und sehr gut vorbereitet sind. Wir bieten unseren Ausstellern von der Olma aus ein Messetraining an.

Wie gross ist die Nachfrage nach Ständen – ist die Olma ausgebucht?

Die Olma ist immer sehr gut belegt. Aber die Akquierierung ist tatsächlich in den letzten Jahren anspruchsvoller geworden. Die Marketingbudgets bleiben in den meisten Firmen gleich hoch. Aber sie müssen mit demselben Budget viel mehr Kanäle bedienen, wie etwa einen Online-Auftritt oder die sozialen Medien. Es gibt Bereiche – zum Beispiel alles rund um Degustationen –, bei denen wir mehr Nachfrage haben als bei anderen Branchen.

Spürt die Olma die Konkurrenz der neuen Möglichkeiten in der direkten Online-Vermarktung?

Einen Online-Shop zu betreiben ist überhaupt nichts Einfaches. Ich würde sagen, es gibt mehr Beispiele von solchen Web-Shops, die nicht funktionieren, als von solchen, die gut laufen. Was wir sicher spüren, sind allgemein die Veränderungen im Detailhandel: Das Einkaufsverhalten der Leute wandelt sich, gewisse Ströme laufen heute anders. Auch die Ziele einer Messeteilnahme haben sich verändert. Früher war eher der Direktverkauf ein Ziel an der Olma. Heute sind es die Markenpositionierung, der Imagetransfer oder die Kundenakquirierung.

Eine Messe ist etwa sehr Sinnliches. Das ist ein grosser Vorteil, weil die Kunden auf der emotionalen Ebene angesprochen werden können und man Produkte anfassen und ausprobieren kann.

Gibt es Rückmeldungen von Ausstellern, die einen Stand an der Olma nicht mehr finanzieren können oder wollen?

Ja, natürlich, das gibt es ab und zu. Der Markt ist in Bewegung, da ist wirklich vieles im Umbruch. Aber wenn die einen Firmen nicht mehr bei uns ausstellen, müssen wir dafür sorgen, dass wieder neue dazu kommen. Gerade national tätige Firmen kommen nur, wenn sie in der Schweiz an mehrere Messen mit ihrem Standkonzept gehen können, erst dann lohnt es sich für sie. Deshalb ist es für uns so wichtig, dass es in der Schweiz mehrere gute, funktionierende Publikumsmessen wie die Olma oder die Bea in Bern gibt.

So haben sich die Quadratmeter-Preise an der Olma entwickelt

Wer in einer Olma-Halle einen Stand betreibt, muss mit einigen Kosten rechnen. Neben den Quadratmeter-Preisen kommen neben freiwillig gewählten Optionen diverse Kosten etwa für einen ISDN-Anschluss (575 Franken), das obligatorische Kommunikationspaket (292 Franken) oder das Logo im Ausstellerverzeichnis (212 Franken) dazu. Vor zehn Jahren, an der Olma 2008, kostete der Quadratmeter in der Halle 242 Franken. Heute liegt der Mietpreis für einen Quadratmeter bei 268 Franken. Der Preis für einen Tageseintritt kostete vor zehn Jahren 15 Franken, heute sind es 17 Franken. (chs)

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