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Wie merken sich Lehrer die Namen der Kinder? Vier Ostschweizer verraten zum Schulanfang ihre Tricks

Lernen, das müssen in der Schule nicht nur die Kinder. Zum Schulstart sind die Lehrerinnen und Lehrer gefordert: Es gilt, sich die Namen von dutzenden Schülern einzuprägen. Wie gehen sie vor? Mit Karteikarten oder im Gespräch: Vier Lehrer verraten ihre Tricks.
Janine Bollhalder
Lukas Dischler. (Bild: pd)

Lukas Dischler. (Bild: pd)


Heute lernt Lukas Dischler seine neue Informatikklasse kennen. Die Jugendlichen warten bereits gespannt hinter ihren Computerbildschirmen auf den Unterrichtsbeginn. Sie alle wollen früher oder später von ihrem Lehrer mit Vornamen angesprochen werden. 30 neue Gesichter, 30 neue Namen – für den 39-jährigen Fachlehrer aus Balterswil keine einfache Aufgabe.

Er hat über die Jahre aber eine Methode gefunden, um sich die Namen seiner Schüler einzuprägen: «Ich lerne die Namen wie Französischwörter: mit Karteikarten», erklärt Dischler.

«Auf die eine Seite klebe ich ein Foto und auf die andere Seite schreibe ich den Namen»

Mit dieser Methode dauere es zwei bis drei Wochen, danach kenne er seine Schüler – «Meistens.» Auch helfe es ihm, mit den Schülern zu reden: «Am ersten Tag gibt es jeweils eine Vorstellungsrunde.» Wenn die Jugendlichen die Schule verlasse, vergesse er die Namen wieder: «Ich bin schlecht im Namenlernen, aber gut im Vergessen», sagt Dischler und lacht, «aber gewisse Gesichter und damit verbundene Erlebnisse bleiben natürlich».

Manuel Looser. (Bild Ralph Ribi)

Manuel Looser. (Bild Ralph Ribi)

Ganz anders geht Primarlehrer Manuel Looser aus St. Gallen die Sache mit den Schülernamen an: «Ich beginne einfach zu unterrichten. Das mit den Namen kommt dann automatisch», sagt er. Der 41-jährige Primarlehrer hat ein gutes Namensgedächtnis – nur die Nachnamen machen ihm teilweise zu schaffen. «Aber dann frage ich ungeniert nach, wie man den Namen ausspricht oder schreibt.» Sein Tipp, um sich die Namen seiner neuen fünften Klasse einzuprägen: «Man muss sich einfach darauf einstellen, dass nicht alle Kinder Sophie, Max oder Walter heissen.»

Namen merken aufgrund ihrer Bedeutung

Nora Schüepp. (Bild: pd)

Nora Schüepp. (Bild: pd)

Nora Schüepp wird zu Schulbeginn acht neue Kinder im Kindergarten- und Primarschulalter kennen lernen. Das Thema «Namen und deren Bedeutungen» findet sie spannend: «Daher fällt es mir wahrscheinlich so leicht, sie mir zu merken», sagt die 26-Jährige. Und das auch über die Schulzeit hinaus. «Bisher habe ich erst etwa 60 Kinder unterrichtet und noch den Überblick.» Die Lehrerin aus Bürglen findet es nur schwierig, sich Namen einzuprägen, wenn sich zwei Kinder ähnlich sehen.

Fabienne Müllhaupt freut sich heute auf ihre erste Klasse. Die Sekundarlehrerin aus Balterswil ist Fachlehrerin für mehrere Fächer. Sie sagt:

«Ich werde mehrere Klassen unterrichten und mir bis zu 100 Namen einprägen müssen»

Fabienne Müllhaupt. (Bild: pd)

Fabienne Müllhaupt. (Bild: pd)

Wie die 26-Jährige das anstellen will? «Ich werde eine Fragerunde machen. Ich will herausfinden, was die Kinder in ihrer Freizeit machen, ihre Hobbys kennen lernen sowie ihre Eigenheiten. Dann gibt es beispielsweise Max, den Fussballer, und Anita mit dem Muttermal über der Lippe.»

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