Kolumne

So lange es Frauen wie sie gibt, funktioniert die Zivilgesellschaft

Maria Kaiser-Dort übernimmt das Präsidium des Verbands für Seniorenfragen St.Gallen-Appenzell. Das passt zur Biografie der Zürcherin, die im Toggenburg heimisch wurde.

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Tragende Figur: Maria Kaiser-Dort.

Tragende Figur: Maria Kaiser-Dort. 

Bild: PD

Eine Zivilgesellschaft funktioniert, so lange sich Menschen uneigennützig für sie einsetzen. Oder anders gesagt: So lange es Frauen wie Maria Kaiser-Dort gibt. Die Wattwilerin mit Jahrgang 1954 wuchs im Zürcher Oberland auf, kam mit 24 Jahren ins Toggenburg und engagierte sich, wo immer man sie brauchen konnte. Schon vor der Geburt der ersten ihrer beiden Töchter leitete sie eine Spielgruppe. Sie beteiligte sich am Aufbau einer Ludothek, gründete eine Kita, präsidierte den lokalen und den regionalen gemeinnützigen Frauenverein.

Ihrem angestammten Beruf als Dentalassistentin blieb sie stets treu, unter anderem als Schulzahnpflegerin für das kantonale Amt für Gesundheitsvorsorge. Als die Töchter erwachsen wurden, kam die Politik hinzu. 2000 wurde sie für die CVP in den Wattwiler Gemeinderat gewählt und avancierte dort bald zur tragenden Figur.

Nach ihrem Rücktritt 2012 arbeitete sie, mittlerweile diplomierte Ernährungsberaterin, als Projektleiterin für «Fourchette verte», das Label von Gesundheitsförderung Schweiz für Restaurants mit ausgewogenen Mahlzeiten. Jetzt übernimmt Maria Kaiser-Dort das Präsidium des Verbands für Seniorenfragen St.Gallen-Appenzell. Es dürfte kaum ihr letztes gemeinnütziges Engagement gewesen sein. (ar)