So gelingt Integration kaum

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Für Flüchtlinge fällt ab Dezember die Begrenzung der Lektionen an akkreditierten Sprachschulen weg. Das ist eine Chance. Im Anschluss an die Quartierschulen – in denen sie bisher weder lesen noch schreiben lernen – können Flüchtlinge an den Sprachschulen je nach Fähigkeiten mehr oder weniger Lektionen besuchen.

Personen mit wenig Einkommen vergünstigt der Kanton hingegen nur 120 Lektionen an Sprachschulen. Das ist zu wenig. Sie können zwar auch Quartierschulen besuchen, die allermeisten müssen an den Sprachschulen aber beim Anfängerkurs einsteigen. Und für weitere Kurse fehlt vielen das Geld. Dieses Modell widerspricht dem, was Experten sagen und was Kanton und Gemeinden wie ein Mantra wiederholen: Gute Deutschkenntnisse sind zentral für die soziale und berufliche Integration. Warum wird dann gerade hier gespart?

Die Stadt St.Gallen plant als Alternative die punktuelle Förderung von Sprachschulen. Ist das die Lösung? Und wo diese fehlt, können sich Teilnehmer keine Aufbaukurse mehr leisten? Mit diesem Modell wird dem Kanton und den Gemeinden Integration nur schwer gelingen.