Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SKITOUREN: Lawinengefahr bleibt gross

Die Winterstürme und der viele Schnee brachten die Bergbahn-Betreiber in der Ostschweiz an ihre Grenzen. Etliche Skilifte blieben geschlossen. Das Montafon war über die Strasse nicht erreichbar.
Dinah Hauser
Am Pizol waren am Dienstag die Anlagen über 1800 Metern wegen Lawinengefahr nicht in Betrieb – inzwischen wurden Sicherheitssprengungen durchgeführt. (Bild: Michel Canonica)

Am Pizol waren am Dienstag die Anlagen über 1800 Metern wegen Lawinengefahr nicht in Betrieb – inzwischen wurden Sicherheitssprengungen durchgeführt. (Bild: Michel Canonica)

Dinah Hauser

dinah.hauser@tagblatt.ch

Von der Aussenwelt abgeschnittene Dörfer gibt es nicht nur im Wallis, sondern gleich über der Grenze auch im österreichischen Vorarlberg. Schon seit Sonntagnachmittag ist die kleine Ortschaft Gargellen nicht mehr über die Strasse erreichbar. Am Arlberg und im Montafon sitzen bis zu 10000 Gäste wegen der Schneemassen fest. Das war die Situation am Montag.

In der Ostschweiz wurde inzwischen die Lawinengefahr von der höchsten Gefahrenstufe 5 auf 4 reduziert, was noch immer für «grosse Gefahr» steht. Benjamin Zweifel, Lawinendiagnostiker am Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos, geht in den nächsten Tagen von einem weiteren Rückgang der Lawinengefahr aus. Bis Freitag ist kein erneuter Niederschlag prognostiziert – so kann sich die Schneedecke setzen. Die Strassenzugänge seien fast alle wieder offen und Sprengungen im Gange. Diese Sprengungen werden oft aus dem Helikopter ausgeführt, um Lawinen kontrolliert abgehen zu lassen. Auch fixe Sprenganlagen an steilen Hängen werden eingesetzt.

«Es besteht aber weiterhin erhöhte Lawinengefahr, da besonders bei schönem Wetter auch viel mehr Besucher auf und neben den Pisten unterwegs sind.» Grundsätzlich seien Lawinen ab einer Neigung von 30 Prozent zu erwarten. Bewährt haben sich permanente Sicherungsmethoden wie Schutzwälle und Galerien vor allem in Siedlungsgebieten.

Zweifel warnt davor, sich neben markierten Pisten aufzuhalten. Dem stimmt auch Klaus Nussbaumer, Geschäftsführer der Pizolbahnen AG, zu. Skitouren empfiehlt er explizit nicht. Wer sich in ungesichertem Gelände bewege, sei für eventuelle Folgen selber verantwortlich. Am Pizol waren am Dienstag die Anlagen über 1800 Meter nicht in Betrieb. Am Nachmittag wurden hier Sprengungen durchgeführt. Die Pistenmacher kämen zügig voran: «Ab heute Mittwoch ist wieder ein grösseres Pisten- und Anlagenangebot für Besucher nutzbar», sagt Nussbaumer.

Gamserrugg und Chäserrugg sind wieder offen

Am Flumserberg zeigt sich ein ähnliches Bild. Jeden Tag wird neu analysiert, welche Pisten und Anlagen in Betrieb genommen werden. Am Dienstag blieb der Leist-Lift sicherheitshalber geschlossen. «Mit dem vielen Neuschnee werden traumhafte Pistenverhältnisse geschaffen», sagt Heinrich Michel, Geschäftsführer der Flumser Bergbahnen AG. In Wildhaus waren gestern erstmals die höchsten Punkte Gamserrugg und Chäserrugg wieder in Betrieb. «Dies ist angesichts der kommenden Sportferien enorm wichtig», sagt Jürg Schustereit, Leiter Marketing der Bergbahnen Wildhaus AG. Das schwierige Wetter sei grösstenteils überstanden, sagt Schuste­reit. Die Skischulen seien in den Sportferien gut gebucht, er rechne mit einem grossen Besucherandrang. Alle Bergbahn-Betreiber sind sich einig: «Ein schönes Schnee-Wochenende steht bevor.» Nach jedem grossen Schneefall gebe es herrliche Skitage, sagt etwa Nussbaumer.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.