Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SKIMARATHON: «Ich habe vor mich hingesungen»

Mit 83 Jahren ist Roland Thommen einer der fünf ältesten Finisher am Engadiner Skimarathon. Er hat bereits 135 Marathonläufe in den Beinen.
Johannes Wey
Roland Thommen am Engadiner Skimarathon 2014. (Bild: PD)

Roland Thommen am Engadiner Skimarathon 2014. (Bild: PD)

Durchforscht man die Liste der Ostschweizer Finisher des Skimarathons, stolpert man über eine Zahl: Jahrgang 1935. Doch es handelt sich hierbei nicht um einen Tippfehler: Roland Thommen aus Rorschacherberg ist mit 83 Jahren der älteste Ostschweizer, der den Engadin Skimarathon 2018 beendet hat. Von den rund 14200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren lediglich zwei gleich alt und zwei weitere noch etwas älter. Thommen erreichte das Ziel nach 5 Stunden und 3 Minuten.

Roland Thommen, wie geht es Ihren Beinen?

Absolut super, ich bin schon am Montagmorgen wieder joggen gegangen, auf den Rossbüchel. Das verdanke ich meinem täglichen Training mit fünf Viertelstunden Joggen. Denn eigentlich bin ich ja nicht so der Langläufer.

Wie bitte?

Ich bin eher der Läufer, habe schon 135 Marathons absolviert. Deshalb bin ich überhaupt auf den Skimarathon gekommen, weil mir bei den Gebirgsläufen das Engadin so gut gefallen hat. Nach meinen Teilnahmen 2014 und 2016 war ich dieses Jahr nur dabei, weil es der Jubiläumslauf war. Um zu laufen, brauche ich nur meine Schuhe anzuziehen, zu einem Marathon könnte ich jederzeit antreten. Langlauftraining erfordert viel mehr Aufwand. Diese Saison habe ich mir ein Paar Ski gemietet und vor dem Engadiner viermal trainiert.

Ihnen reichen vier Trainings für einen Skimarathon?

Mit meinem Tempo verausgabe ich mich ja nicht. In den Anstiegen, wenn man sich anstellen musste, habe ich vor mich hingesungen, und im Ziel hätte ich eigentlich noch weiter laufen können. Mir gefällt an diesen Anlässen vor allem die Landschaft.

Sind Sie zufrieden mit Ihrer Leistung?

Ich bin vor allem zufrieden, wenn ich mich im Ziel so gut fühle, wie am Start – und das habe ich erreicht. Ich laufe langsam und im klassischen Stil. Ich war überrascht, als ich im Ziel merkte, dass ich eine halbe Stunde schneller war als bei der letzten Teilnahme.

Was war denn das schönste sportliche Erlebnis Ihrer Karriere?

Das ist ganz schwierig zu entscheiden. Aber obwohl ich ein grosser Engadin-Freund bin, gefällt mir der Gornergrat-Zermatt-Marathon am besten. Von St. Niklaus geht es über die Marathondistanz bis zum Riffelberg. Dann kann man noch drei Kilometer weiterlaufen auf den Gornergrat in 3089 Metern Höhe. Die Aussicht dort oben ist etwas ganz Schönes.

Johannes Wey

johannes.wey@tagblatt.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.