Sirenen-Fehlalarme in Untereggen und Fischingen

UNTEREGGEN/FISCHINGEN. Gestern Abend hat in Untereggen als auch in Fischingen eine Sirene fälschlicherweise geheult. Im Kanton St.Gallen handelt es sich bereits um den vierten Fehlalarm innert sechs Wochen. Die Behörden sind ratlos.

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Die Sirene auf der Klinik Stephanshorn ist am Mittwoch, 17. Juni fälschlicherweise losgegangen. (Bild: Benjamin Manser)

Die Sirene auf der Klinik Stephanshorn ist am Mittwoch, 17. Juni fälschlicherweise losgegangen. (Bild: Benjamin Manser)

Schon wieder - am Montag um 22.22 Uhr kam es auf dem Gemeindehaus Untereggen zu einem Sirenen-Fehlalarm. Bis zu vier Mal sei die Sirene fälschlicherweise abgegangen, sagt Hans Thür, Sachbearbeiter Material und Technik des St.Galler Zivilschutzes. Nun wurden an der Sirene ein Kabel abmontiert, damit ein erneuter Fehlalarm ausgeschlossen ist. Weshalb es überhaupt erst dazu kam, ist zurzeit noch unklar. "Wir vom Zivilschutz sind etwas ratlos, jahrelang hatten wir nie Probleme mit den Sirenen", sagt Thür.

Dass die St.Galler Bevölkerung mittlerweile die Alarme nicht mehr ernst nehmen könnte, sieht Thür ein. "Wenn die Sirenen ohne Grund heulen, dann ist das eine logische Folge. Wir müssen zuerst herausfinden, was die Gründe für die Fehlalarme sind und dann wird man sich mit der Wahrnehmung der Bevölkerung befassen müssen."

Der Fehlalarm in Untereggen ist der vierte innert sechs Wochen im Kanton St.Gallen. Die Serie startete in der Stadt St.Gallen. Am 17. Juni kam es zum Fehlalarm der Sirene auf der Klinik Stephanshorn. Eine knappe Woche darauf heulte es an der Rorschacherstrasse. Nur knapp drei Wochen ist es nun her, als im St.Gallischen Neuhaus die Bewohner um 3.15 Uhr aus dem Schlaf gerissen wurden. Damals war es eine Sirene auf dem Betriebsgebäude des Fensterbau Konrad. Inzwischen ist einzig beim Fehlalarm an der Rorschacherstrasse klar, was der Grund war: Ein beschädigtes Kabel löste dort einen Kurzschluss aus.

Alle Sirenen, welche fälschlicherweise ausgelöst wurden, stammen von einem schwedischen Hersteller und wurden im Frühling neu installiert. Nach den ersten beiden Fehlalarmen wurden 33 Sirenen-Steuergeräte mit derselben Installationszeit in der Stadt St.Gallen ausgewechselt. Nach dem Vorfall in Neuhausen folgten 20 weitere im Kanton St.Gallen. Auch bei der Sirene in Untereggen wurde das Steuergerät getauscht - genützt hat das nichts.

Nicht nur im Kanton St.Gallen heulte gestern eine Sirene. Auch im Kanton Thurgau kam es um 20.40 Uhr zu einem Fehlalarm auf dem Schulhaus Fischingen. Laut Andy Theler, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, konnte die Sirene nach etwa zwei Minuten abgeschaltet werden. Es herrschte zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Bevölkerung. Aus polizeilicher Sicht hätten alle Beteiligten richtig und schnell reagiert. Zu möglichen Gründen für die Auslösung konnte er keine Angaben machen. (jar)