Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SILVESTER: Nur der «Frauenfurz» darf ins Land

Für die Einfuhr von Feuerwerk aus dem Ausland gibt es Bestimmungen. Wer diese verletzt, kann angezeigt werden. In der Ostschweiz gibt es aber immer weniger Fälle.
Martin Rechsteiner
Nicht alle Raketen dürfen in die Schweiz eingeführt werden. (Bild: Keystone)

Nicht alle Raketen dürfen in die Schweiz eingeführt werden. (Bild: Keystone)

Martin Rechsteiner

martin.rechsteiner@tagblatt.ch

Für Liebhaber von Feuerwerk geht der Stress nach den Weihnachtseinkäufen weiter: Für Silvester beschaffen sie in diesen Tagen Böller, Knaller und Raketen. In der Ostschweiz lockt dafür das nahe Ausland. Beim Kauf von Feuerwerk in Deutschland oder Österreich ist jedoch Vorsicht geboten. Denn nicht alles, was im Ausland erhältlich ist, darf über die Grenze.

«Grundsätzlich gilt, alles, was auch in der Schweiz erhältlich ist, darf eingeführt werden», sagt Martin Tschirren, Dienstchef Aufgabenvollzug und Mediensprecher der Grenzwachtregion III. Unterschiede zwischen den Ländern gebe es vor allem bei Feuerwerk, welches am Boden explodiert, also «allem, was angezündet und dann weggeworfen wird». In die Schweiz darf von dieser Art Feuerwerk nichts, was grösser ist als ein «Frauenfurz», also länger als 22 Millimeter und dicker als 3 Millimeter. Sogenannte Knallteufel dürfen zudem nur ein maximales Satzgewicht von 2,5 Milligramm aufweisen.

«Wer bei einer Grenzkontrolle mit Feuerwerk dieser Art erwischt wird, welches grösser oder schwerer ist, wird mit 100 Franken gebüsst, die Ware wird beschlagnahmt», sagt Tschirren. Hat jemand mehr als ein Kilogramm der verbotenen Böller dabei, droht zudem eine Anzeige bei der kantonalen Staatsanwaltschaft.

«Leute wissen Bescheid»

Anders ist es bei Feuerwerk, welches in der Luft explodiert, also Raketen und Knallkörper, die in die Höhe steigen. «Diese dürfen grösser sein», sagt Tschirren. Dort müssten die Käufer, entsprechend der Kategorie des Feuerwerks, alt genug sein. Zudem sei für F4, die grösste ­Kategorie, in der Schweiz eine Lizenz notwendig. «Auch das kontrollieren wir.»

Insgesamt darf eine Person maximal 2,5 Kilogramm Feuerwerk über die Grenze bringen. «Wer ohne Fedpol-Bewilligung mehr mitführt und erwischt wird, bezahlt 200 Franken Busse, das Feuerwerk wird eingezogen.» Habe jemand mehr als 10 Kilogramm dabei, gebe es ebenfalls eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. «Das ist in den letzten Jahren nur einmal vorgekommen. Für den 1. August wollte dieses Jahr jemand mit 24 Kilogramm Feuerwerk über die Grenze», sagt Tschirren. «Um den vergangenen Silvester haben wir insgesamt etwa 10 Kilogramm Feuerwerk beschlagnahmt.» Davon seien 6 Kilogramm bei einer einzigen Person gefunden worden.

«Die Leute wissen mittlerweile sehr gut Bescheid, was bei Feuerwerk erlaubt ist», sagt Tschirren. Die Anzahl Fälle an der Grenze hätten abgenommen. Er rät: «Wer Feuerwerk dabei hat, meldet sich vor dem Grenzübertritt am Besten von sich aus beim Zollpersonal.» Dies sei sicherer, als sich von den Feuerwerksverkäufern im Ausland in Sachen Einfuhrbestimmungen beraten zu lassen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.