Sigma-Aldrich will in St. Gallen wachsen

ST.GALLEN. Im Wettbewerb um das Europa-Hauptquartier des US-Konzerns Sigma-Aldrich hat sich St. Gallen unter anderem gegen Zürich durchgesetzt. CEO Jai Nagarkatti will für die Niederlassung mittelfristig auch in der Ostschweiz Personal rekrutieren.

Adrian Vögele
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Jai Nagarkatti, Konzernchef von Sigma-Aldrich (Mitte), flankiert von Regierungsrat Josef Keller (l.) und Standortförderer Beat Ulrich (r.). (Bild: Reto Martin)

Jai Nagarkatti, Konzernchef von Sigma-Aldrich (Mitte), flankiert von Regierungsrat Josef Keller (l.) und Standortförderer Beat Ulrich (r.). (Bild: Reto Martin)

50 Manager des Grossunternehmens werden ab 2011 in St. Gallen tätig sein – im neuen Einstein Congress-Gebäude. Während zwei Jahren hatten sich Stadt und Kanton um die Ansiedlung von Sigma-Aldrich bemüht und sich nun gegen diverse Mitbewerber im In- und Ausland durchgesetzt: Mit im Rennen waren Zürich und Schaffhausen, aber auch Standorte in anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Irland und Belgien.

Von St. Gallen aus wird das Unternehmen seine Geschäfte in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika steuern. Doch inwiefern profitiert die Ostschweiz überhaupt von der Ansiedlung? «Wir hoffen, am Standort St. Gallen zu wachsen und werden nicht nur im Ausland, sondern auch hier in der Ostschweiz hochqualifiziertes Personal rekrutieren», stellt Konzernchef Jai Nagarkatti in Aussicht. Sigma-Aldrich hat 1989 bereits die Buchser Firma gekauft, wo heute über 400 Mitarbeiter angestellt sind.

Volkswirtschaftsdirektor Josef Keller verweist auf die Sogwirkung, die sich entwickeln kann, sobald sich eine Anzahl internationaler Unternehmen an einem Standort niedergelassen haben. Die Investitionen von Würth, Aldi, Espros und neu Sigma-Aldrich zeigten, dass der Kanton St. Gallen für internationale Unternehmen attraktiver werde.

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