Sieben Bettler aus Rumänien angezeigt

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Rickenbach bei Wil Bewohner eines Quartiers in Rickenbach bei Wil haben sich am Sonntagabend bei der Notrufzentrale der Kantonspolizei Thurgau gemeldet. Der Grund: Bettler. Patrouillen der Kantonspolizei Thurgau waren rasch vor Ort und hielten insgesamt sieben Personen an, wie es in einer Medienmitteilung von gestern heisst.

Es handelt sich dabei um vier Frauen und drei Männer aus ­Rumänien im Alter von 27 bis 65 Jahren. Sie werden wegen Bettelns bei der Staatsanwaltschaft Frauenfeld angezeigt.

Mehr Fälle vor Weihnachten

In den Kantonen Thurgau, den beiden Appenzell und in mehreren St. Galler Gemeinden, darunter der Stadt, ist Betteln gesetzlich verboten. «In der Vorweihnachtszeit häufen sich solche Fälle wieder», erklärt Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. «Immer wieder können wir falsche Bedürftige zur Anzeige bringen, die an das Mitgefühl der Bevölkerung appellieren und so versuchen, an Geld zu kommen.» Die sieben Bettler von Rickenbach bei Wil hatten alle, unabhängig von Geschlecht und Alter, dasselbe Kärtchen dabei. Darauf stand in gebrochenem Deutsch, sie ­seien Studenten aus Polen und bräuchten Geld für ihre Aus­bildung. «Wir raten, in solchen Fällen kein Geld zu zahlen und sofort die Polizei anzurufen», sagt Graf.

Ein anderer Trick: Dubiose Sammler geben sich als taubstumm aus und versuchen, mit selbstgebastelten Kärtchen und herzergreifenden Geschichten an Geld zu kommen, wie es auf der Webseite der Kantonspolizei Thurgau heisst. Dabei sammeln die Personen nicht für Bedürf­tige, sondern bereichern sich selbst. Auch hier rät die Polizei, nicht darauf einzugehen und Meldung zu erstatten. (bro)