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Sie strickt

Erika Meyer organisiert in Wattwil das «Stricken für Frauen». (Bild: Benjamin Manser)

Erika Meyer organisiert in Wattwil das «Stricken für Frauen». (Bild: Benjamin Manser)

Jahrzehnte hatte sie nicht mehr gelismet. Dann kamen Flüchtlinge ins Toggenburg und der Wunsch auf, ihnen zu helfen. Seit Januar 2016 leitet Erika Meyer mit anderen Frauen das «Stricken für Frauen» in Wattwil. Jeden Donnerstag treffen sie sich für anderthalb Stunden und lismen. «Die Anfängerinnen Schals, wer es besser kann Pullover oder Finken für die Kinder.» Zwölf Frauen sind es im Durchschnitt, die eine Hälfte Schweizerinnen, die andere Geflüchtete. Auf die Idee kamen Meyer und ihre Kolleginnen, als sie in St. Gallen einen Vortrag vom Zentrum für Traumatherapie hörten. Der Experte habe gesagt, die Erfahrung mit traumatisierten Frauen aus Kosovo zeige, dass ein Jahr professionelle Therapie so viel bringe wie regelmässiges Stricken in der Gemeinschaft.

Nachhilfe für afghanische Mädchen

Erika Meyer gibt auch geflüchteten Mädchen Nachhilfe in Mathematik, Englisch und Französisch. «In Afghanistan kann der Schulbesuch für Mädchen gefährlich sein. Bei uns müssen sie neben der neuen Sprache eine Menge Schulstoff nachholen.» Schon früher war Meyer ehrenamtlich aktiv, aber nie in dem Ausmass wie heute. Die 67-Jährige hat drei Söhne und einen Enkel. Jetzt hat die pensionierte schulische Heilpädagogin Zeit. Was lismet sie am liebsten? «Pulswärmer. Da kann ich die Wollreste gut aufbrauchen.»

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