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Sie kochen mit Schülern und spenden

Im Frühjahr hat eine Klasse der Schule Speicher ein Mittagessen für die Öffentlichkeit organisiert. Die Hälfte des Erlöses liess sie der Spendenaktion Ostschweizer helfen Ostschweizern zukommen. Die verantwortlichen Lehrer wollen nächstes Jahr wieder mit einer Klasse kochen. Und spenden.
Katharina Brenner
David Kradolfer und Kathrin Kink vor der Schule Speicher. Sie unterrichten gemeinsam das Fach Wirtschaft, Arbeit, Haushalt. (Bild: Benjamin Manser)

David Kradolfer und Kathrin Kink vor der Schule Speicher. Sie unterrichten gemeinsam das Fach Wirtschaft, Arbeit, Haushalt. (Bild: Benjamin Manser)

Vom Konzept bis zum Rezept – alles kam von den Schülerinnen und Schülern. Sie diskutierten über Preise, Werbung, Zutaten, Dekoration und Service. Stolz klingt mit, wenn Kathrin Kink und David Kradolfer von der Leistung ihrer Klasse erzählen. Kink unterrichtet den hauswirtschaftlichen, Kradolfer den wirtschaftlichen Bereich des Fachs Wirtschaft, Arbeit, Haushalt.

Im Frühjahr haben die beiden gemeinsam mit rund 30 Schülerinnen und Schülern ein Mittagessen für die Öffentlichkeit an der Schule Speicher organisiert. Das Thema: «asiatisches Frühlingserwachen». Kathrin Kink hat eine Kopie des Menüs aufbewahrt. Japanische Kirschblüten zieren das Blatt, zu den Gerichten zählen: Bami Goreng, Satay-Spiesschen, Schweinefleisch süss-sauer, zum Dessert Ananascreme mit Muffin asiatischer Art. «Das waren alles Ideen der Schüler.»

365 Franken hat die Klasse gespendet

Diese Idee kam von Kink: die Hälfte des Erlöses zu spenden. Die Lehrerin hatte bereits vor vielen Jahren «Schülerstübli» für einen guten Zweck organisiert. In diesem Jahr ging das Geld erstmals an die Spendenaktion Ostschweizer helfen Ostschweizern (OhO). 365 Franken spendete die Schule Speicher. Warum gerade an OhO? Kink sagt:

«Uns gefällt die Idee, dass das Geld in der Region bleibt und wir vor Ort Gutes tun können.»

Auch den Schülerinnen und Schülern habe diese Idee von Anfang an gefallen, ergänzt Kradolfer. Die andere Hälfte des Geldes zahlte er der Klasse als Lohn für die geleistete Arbeit bar aus. 11,60 Franken pro Person. Die einen seien damit am nächsten Tag gleich in die Stadt gefahren, die meisten hätten das Geld aber gespart.

Das Mittagessen fand im Frühjahr im Foyer der Schule Speicher statt. Heute trifft man die Schülerinnen und Schüler, die den Anlass organisiert hatten, hier nicht mehr an. Sie besuchten damals
die dritte Sekundarstufe. Inzwischen sind sie in einer weiterführenden Schule oder machen eine Lehre. «Kurz vorher haben wir der Klasse sogar noch einen Schnellkurs im Servieren angeboten», sagt Kink und freut sich, wie gut alles geklappt hat. Das Mittagessen stand der gesamten Bevölkerung offen. Bedient haben die Schülerinnen und Schüler dann rund 60 Personen, die meisten davon Eltern.

Schüler wollen wissen, wem sie mit dem Geld helfen

Weil die Aktion bei Schülern, Eltern und Lehrern so gut ankam, möchten Kathrin Kink und David Kradolfer im neuen Jahr ein weiteres «Schülerstübli» organisieren. Im Januar wollen sie mit der Planung beginnen. Werden sie wieder einen Teil des Geldes spenden? «Ja, wir möchten die Hälfte des Erlöses OhO zukommen lassen.» Die Erfahrungen mit der Spendenaktion seien sehr gut gewesen. Eines möchten die Lehrer im nächsten Jahr allerdings anders machen: Sie wollen die Klasse besser darüber informieren, wen OhO mit dem Geld unterstützt. Das habe die Schülerinnen und Schüler sehr interessiert. Ihnen liegen die Schicksale der Begünstigen am Herzen.

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