«Sie haben gehupt wie bei der WM»

KREUZLINGEN. Fatlum «Lumi» Musliji aus Bazenheid hat es geschafft. Der 20-jährige Produktionsmechaniker-Lehrling steht im Final von «Die grössten Schweizer Talente» - und ist überwältigt von den vielen positiven Reaktionen auf seinen «Siegestanz».

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Fatlum Musliji begeisterte das Publikum. (Bild: Daniel Ammann/SF)

Fatlum Musliji begeisterte das Publikum. (Bild: Daniel Ammann/SF)

Fatlum Musliji, Sie mussten nur wenige Stunden nach der Liveshow vom Sonntagabend in die Berufsschule nach Rorschach. Wie war’s?
Fatlum Musliji: Ich bin ein bisschen zu spät gekommen. Aber als ich da war, haben meine Mitschüler geklatscht und geschrien. Zweimal haben wir meinen Auftritt in der Schule angeschaut. Alle waren positiv überrascht.

Welche Reaktionen haben Sie sonst noch erhalten?
Musliji: Nach der Show hat mich mein Cousin aus Bazenheid angerufen und gesagt, dass im Dorf alle am Hupen seien – wie während der Fussball-WM. Und auf Facebook waren schon am Sonntagabend neun Seiten mit Glückwünschen drauf.

Sie leben mit Ihren zwei Schwestern und Ihrem Bruder bei den Eltern in Bazenheid. Was halten sie vom tanzenden Finalisten?
Musliji: Meine Familie ist überstolz. Nach der Sendung umarmten mich alle ganz fest. Danach gingen sie zu meinem Onkel feiern. Ich feierte zusammen mit den anderen Finalisten noch etwas in Kreuzlingen. Zwar ohne DJ Bobo und Christa Rigozzi, dafür aber mit Sven Epiney und Roman Kilchsperger. Der ist schon noch witzig.

Am Sonntag steigt das grosse Finale. Das bedeutet, dass Sie innerhalb von einer Woche eine neue Nummer einstudieren müssen. Schaffen Sie das?
Musliji: Es wird schon hart, aber das ist egal. Schliesslich macht mir das Tanzen einfach Spass. Und zum Glück werde ich von meiner Firma voll unterstützt. Sicher kommt am Sonntag die Bohrmaschine wieder zum Einsatz. Ich will auch noch etwas Neues hinzufügen. Das wird aber eine Überraschung.

Was passiert, wenn Sie am Sonntag zum grössten Schweizer Talent gewählt werden?
Musliji: Daran denke ich noch gar nicht. Ich bin einfach überglücklich, dass ich überhaupt in den Final gekommen bin. Und dann auch noch als Zweitplatzierter! Falls ich aber gewinne, werde ich mit dem Preisgeld irgendwann eine Tanzschule eröffnen.

Interview: Sarah Gerteis