Sicherheitsfunknetz kostet weniger

In den Kantonen Appenzell Ausser- sowie Innerrhoden und St. Gallen hat der Aufbau des Sicherheitsfunknetzes Polycom weniger gekostet als budgetiert. Insgesamt wurden 14 Mio. Franken eingespart. Am meisten profitiert St. Gallen: Der Kanton muss 11,4 Mio. Franken weniger zahlen.

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Über das Polycom-Netz kommunizieren unter anderem die Polizei und der Rettungsdienst. (Bild: Keystone/Symbolbild)

Über das Polycom-Netz kommunizieren unter anderem die Polizei und der Rettungsdienst. (Bild: Keystone/Symbolbild)

Über das Polycom-Netz kommunizieren unter anderem die Polizei, die Rettungsdienste, die kantonalen Führungsstäbe aber auch Zivilschutz, Feuerwehr, Strassenunterhalt oder das Grenzwachtkorps.
Nach den Vorgaben des Bundes mussten die Kantone die Teilnetze eigenständig planen. Die Kredite dafür wurden je nach Kanton teilweise vor sieben Jahren gesprochen. Danach wurde mit den Arbeiten begonnen.
In den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Innerrhoden und St. Gallen ist das Polycom-Netz bereits seit 2012 in Betrieb. Das Funksystem besteht aus 81 Sende− und Umsetzerstandorten. Über 3300 Teilnehmer wurden mit Funkgeräten und Fahrzeuggeräten ausgerüstet.

Letzte Anpassungen 2015
Bis 2015 folgten noch letzte Anpassungen. Dazu gehörten Optimierungen bei der Notversorgung oder die Abdeckung von kaum erschlossenen Gebieten. Nun liegt die Schlussabrechnung vor. Unter anderem wegen der Verschiebung von Senderstandorten und wegen kostengünstigeren Arbeitsvergaben sei es möglich gewesen, das Funknetz Polycom für insgesamt 37,1 Millionen Franken zu beschaffen und den gesamten Projektkredit um rund 13,9 Millionen Franken zu unterschreiten, heisst es am Donnerstag in einer gemeinsamen Medienmitteilung der Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden sowie St. Gallen.

St. Gallen spart 11,4 Mio. Franken
Die Einsparungen wirkten sich unterschiedlich aus: Der St. Galler Kantonsrat hatte 2008 für die Beschaffung des Sicherheitsfunksystems Ausgaben von rund 41,4 Millionen Franken bewilligt. Nun wurde dieser Kredit um 11,4 Mio. Franken unterschritten. Für Appenzell Ausserrhoden wird Polycom rund 1,4 Millionen Franken günstiger als budgetiert. Appenzell Innerrhoden muss für das Projekt rund 700'000 Franken weniger ausgeben. (sda)

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