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SICHERHEIT: Open Airs reagieren auf Terror

Auf dem Konzertgelände des Open Air Frauenfeld gilt neu eine Maximalgrösse für Taschen. Zudem werden die Personenkontrollen verstärkt. Auch das Open Air St. Gallen verschärft die Einlasskontrollen.
Donat Beerli
Verschärfte Kontrollen: Eingangsbereich des Open Air Frauenfeld. (Bild: Andrea Stalder (6. Juli 2016))

Verschärfte Kontrollen: Eingangsbereich des Open Air Frauenfeld. (Bild: Andrea Stalder (6. Juli 2016))

Donat Beerli

ostschweiz

@tagblatt.ch

Der Terror beschäftigt das Frauenfelder Open Air. Die Organisatoren teilen auf ihrer Facebook-Seite mit, dass die Sicherheitsvorkehrungen angepasst worden seien. Damit verbunden sind in erster Linie verschärfte Sicherheitskontrollen an den Eingängen, wie das auf etlichen Festivals in Europa und der Schweiz mittlerweile üblich ist. Die Besucher werden deshalb gebeten, früher anzureisen, weil mit längeren Wartezeiten gerechnet werden müsse.

Eine Einschränkung gibt es ausserdem beim Eingang vom Camping zum Konzertgelände. Auf jenem Areal sind nur noch Taschen und Rucksäcke erlaubt, die eine Maximalgrösse von 14,8 auf 21 Zentimeter nicht überschreiten. Das entspricht in etwa einem A5-Papier. Zu grosse ­Taschen müssen vor dem Konzertbereich abgegeben werden. Warum genau diese Grösse festgelegt wurde, darüber gibt Mediensprecher Joachim Bodmer keine Auskunft. Nur so viel: «Die Sicherheit der Festivalbesucher geht vor.» Angesichts der Ereignisse der vergangenen Monate in England, Frankreich und Deutschland sei es selbstverständlich, dass verstärkte Sicherheitsvorkehrungen nötig sind. Zwar sei dies ein zusätzlicher Kostenpunkt, «aber der wurde nie in Frage gestellt». Die neuen Massnahmen wurden vom Open Air getroffen – in Absprache mit der Kantonspolizei Thurgau. Dort ist über die Taschenregel jedoch auch nicht mehr zu erfahren. Mediensprecher Andy Theler sagt lediglich, dass die Massnahme der Sicherheit am Festival diene. Die Kantonspolizei gebe jedoch bei solchen Sicherheitsmassnahmen «aus naheliegenden Gründen» keine zusätzlichen Erklärungen ab.

Am St. Galler Open Air läuft es anders

Am Open Air St. Gallen sind die Eingangskontrollen ebenfalls verschärft worden. Eine Taschenregel gibt es hingegen nicht. Das sei auch gar nicht möglich, sagt Mediensprecherin Sabine Bianchi. «Im Gegensatz zum Frauenfelder gibt es bei uns keine Trennung zwischen Camping- und Konzertgelände.» Fest steht, dass Besucher beider Festivals dieses Jahr auf dem Gelände und in der Umgebung vermehrt mit Personenkontrollen rechnen müssen. Dabei werden in Frauenfeld keine Unterschiede zwischen den Besuchern im VIP-Bereich und den übrigen Besuchern gemacht, wie Andy Theler sagt. Dass sich die aktuelle Lage auf die Ticketverkäufe auswirkt, sei bis jetzt nicht zu spüren, sagt Joachim Bodmer. «Die Zahlen zeigen ein anderes Bild.» Die VIP- und Spezialtickets seien ausverkauft, für die restlichen Tage seien aber nach wie vor Tickets erhältlich.

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