Die grosse Show der Adrenalin-Junkies in Fimmelsberg

Auf der Gokart-Bahn Fimmelsberg bei Amlikon findet der Stunt- und Action-Weihnachtszirkus statt. Mit der Todeskugelfahrt ziehen die Stuntbrüder Amando und Patrick Nock das Publikum in ihren Bann.

Amy Douglas
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«Bin ich eine Sekunde zu spät, gibt es einen Crash.» Noch etwas aufgedreht steht Amando Nock an der Bar der Gokart-Bahn Fimmelsberg. Er spricht von der Fahrt in der Todeskugel, die er mit seinem Bruder Patrick Nock soeben bestritten hat. Die Todeskugel ist so furcht einflössend, wie es ihr Name verspricht: Im fünf-Meter-Durchmesser flitzen die beiden Stuntmen auf ihren Motorrädern aneinander vorbei, machen Loopings und Steilwandkurven. Den Nock-Brüdern liegt der Hang zum Nervenkitzel im Blut. Als Zirkusfamilie sind sie von Kindsbeinen an mit dabei. «Wir sind Adrenalin-Junkies», sagt Amando Nock. Das ist eine Bedingung für die Fahrt in der Todeskugel. Es kommt ihnen auch zu Gute, dass sie sich als Brüder sehr gut kennen und einander voll und ganz vertrauen.

Hochseil-Acts und Autos, die sich überschlagen

Die Show ist Teil des Programms des Stunt- und Action-Weihnachtszirkusses in Fimmelsberg. Mit verschiedenen halsbrecherischen Darbietungen wie Feuer- und Motorradstunts, Autoüberschlägen und Hochseil-Acts verspricht der Weihnachtszirkus eine Alternative zum klassischen Zirkus.

In der Todeskugel flitzen Amando und Patrick Nock aneinander vorbei. (Bild: Donato Caspari)

In der Todeskugel flitzen Amando und Patrick Nock aneinander vorbei.
(Bild: Donato Caspari)

An der Premiere am Samstag mussten die Veranstalter jedoch den Grossteil des Programms absagen, weil zu wenig Besucher kamen. Der Organisator Nils Clemens ist überrascht über die tiefe Besucherzahl: «Vielleicht liegt es an der Kälte.» Er nimmt an, dass die Leute im Winter lieber in die Nachmittagsvorstellung am Sonntag gehen. So ist Clemens zuversichtlich, dass dann das erhoffte Publikum eintrifft. Er sollte recht behalten. Die Nachmittagsvorstellung am Sonntag fand wie geplant statt. Sie sei, gemäss Aussage von Clemens «gut besucht» gewesen.

Wenige, aber begeisterte Besucher

Den wenigen, die am Samstagabend gekommen waren, fehlte es jedoch nicht an Begeisterung für die Show. Gebannt schauen sie den Stuntmen zu und viele zücken das Smartphone, um ein paar Momente von diesem Spektakel einzufangen und nach Hause zu nehmen. «Es war affengeil!», sagt ein strahlender Besucher, und klopft Amando Nock beim Vorbeigehen auf die Schulter.

Hinweis: Vorstellungen bis 6. Januar, jeweils am Wochenende.