«SG 1» ist äusserst begehrt

Bis zum kommenden Mittwochabend wird das Kontrollschild «SG 1» versteigert. Gestern abend stiegen die Angebote bereits gegen 100 000 Franken.

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Seit Mittwoch, 19.30 Uhr, kann im Internet für das Kontrollschild «SG 1» geboten werden. Das erste Angebot wurde eine halbe Stunde nach Auktionsbeginn aufgeschaltet: «Manta GT/E» bot 10 000 Franken. Dann ging es schnell. Teils überboten sich die Auktionsteilnehmer in Bruchteilen von Minuten. «Manta GT/E» musste mehrmals nachsetzen – fünf Minuten nach seinem ersten Angebot hatte sich sein Betrag verdoppelt.

Georges Burger, Leiter des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt und Leiter der Auktion, betonte, der Persönlichkeitsschutz bei der Versteigerung sei wichtig – «Interessierte können unter einem Pseudonym bieten», sagte er Stunden vor Auktionsbeginn. So lassen sich die meisten nicht in die Karten schauen und geben ihren wahren Namen nicht preis. Angeblich soll auch FCSG-Präsident Dölf Früh mitgeboten haben; auf Anfragen von diversen Medien war er allerdings baff erstaunt. «Ich biete sicher nicht nicht um Autoschilder mit», sagt Früh. Sein Name sei von Unbekannten verwendet worden.

«Dähler Reisen» könnte eine Ausnahme sein – unter dem Firmennamen wurden 20 000 Franken geboten. Ein «Joe Lümmelmann» brach kurz vor 10 Uhr die 50 000-Franken-Marke. Laut Amtsleiter Burger wohl ein entscheidender Moment – denn damit wurde ein Rekord gebrochen: Im Jahr 2010 zahlte ein Bieter die bis anhin grösste Summe für ein St. Galler Kontrollschild: 49 950 Franken. Die Nummer «SG 1» dürfte ein Vielfaches einspielen. Gestern stiegen die Angebote bereits gegen 100 000 Franken.

2008 wurde der Berufsfeuerwehr der Stadt St. Gallen das begehrte Kontrollschild entwendet. Erst im vergangenen Herbst tauchte es im Rheintal wieder auf. Der Dieb konnte nie ermittelt werden. Die Staatsanwaltschaft musste das Strafverfahren deshalb einstellen. (ses)