Serieneinbrecher wollten mildere Strafen und blitzten vor Gericht ab

Zwei Serieneinbrecher, die am Kantonsgericht St.Gallen mildere Strafen erwirken wollten, hatten wenig Erfolg. Beim einen bleibt die Haftstrafe unverändert bei 47 Monaten, beim anderen reduziert sie sich um drei auf 36 Monate.

Claudia Schmid
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Die Akten im Fall der beiden Serieneinbrecher sind geschlossen worden. (Bild: Hannes Thalmann/Archiv)

Die Akten im Fall der beiden Serieneinbrecher sind geschlossen worden. (Bild: Hannes Thalmann/Archiv)

Die 34 und 31 Jahre alten Moldawier gingen in der Ostschweiz gemeinsam auf Einbruchstour und brachen in 16 Firmen ein. Dafür hatte sie das Kreisgericht St.Gallen im November 2017 des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls, der qualifizierten Sachbeschädigung, des versuchten und mehrfach vollendeten Hausfriedensbruchs sowie der Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch und des Missbrauchs von Kontrollschildern schuldig erklärt.

Mildere Bestrafung verlangt

Gegen die Schuldsprüche wehrten sich die Einbrecher mit ihren Berufungen nicht. Jedoch wollten sie deutlich mildere Strafen erwirken. Statt der 47 und 39 Monaten verlangten sie eine Reduktion der Strafe auf 29 und 26 Monate (vgl. Tagblatt vom 18. August). Die Staatsanwaltschaft forderte hingegen auf dem Weg der Anschlussberufung eine Erhöhung der Sanktion auf 54 und 42 Monate. Sie hatte vor allem auf die hohe kriminelle Energie der beiden hingewiesen. Der eine Beschuldigte sei für einen Deliktsbetrag von 200’000 Franken und einen Sachschaden von 40’000 Franken verantwortlich, der andere für 155’000 und 37’000 Franken.

Nun hat das Kantonsgericht St.Gallen seinen Entscheid schriftlich bekanntgegeben. Die Sanktion bleibt für den älteren der beiden unverändert bei 47 Monaten. Der jüngere erhält eine Reduktion der Strafe um drei Monate. Damit hat er eine Freiheitsstrafe von 36 Monaten zu verbüssen. Als Grund für die Einbrüche hatten die Moldawier finanzielle Not angegeben. Sie hatten an der Berufungsverhandlung erzählt, ihre Mütter seien schwer krank und auf ihre Hilfe angewiesen.

Mehrfach vorbestraft

Beide Beschuldigten sind mehrfach vorbestraft. Sie gingen nicht nur in der Schweiz mehrfach, sondern auch in Italien und Österreich auf Einbruchstour.

In der Ostschweiz suchten sie sich Firmen in vier Kantonen aus. In St.Gallen betraf es Geschäftshäuser in Altenrhein, Niederwil, Oberbüren und St.Gallen, im Thurgau in Arbon, Roggwil und Romanshorn, in Appenzell Ausserrhoden in Wolfhalden und im Kanton Glarus in Bilten.