Sennenhund zu Tode gequält – Zeugen gesucht

HERISAU. Ein Passant hat am Donnerstag gegen 16.30 Uhr an der Oberdorfstrasse in Herisau beobachtet, wie ein Unbekannter heftig gegen einen Hund trat. Der Mann sprang auch mehrfach auf das Tier, wie die Ausserrhoder Kantonspolizei gestern in einer Medienmitteilung schrieb.

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HERISAU. Ein Passant hat am Donnerstag gegen 16.30 Uhr an der Oberdorfstrasse in Herisau beobachtet, wie ein Unbekannter heftig gegen einen Hund trat. Der Mann sprang auch mehrfach auf das Tier, wie die Ausserrhoder Kantonspolizei gestern in einer Medienmitteilung schrieb. Erst nach Zurufen eines Passanten liess der Mann vom Tier ab und ergriff die Flucht in Richtung Poststrasse.

«Er winselte nur noch»

Der Berner Sennenhund gehörte laut Marcel Wehrlin, Mediensprecher der Kantonspolizei, einer Frau. «Weil die Besitzerin Besorgungen machen musste, band sie ihren Hund an einem Metallpfosten bei einem Brunnen an», sagt er. Dort griff der Unbekannte das zwölfjährige Tier an. Der Hund verstarb trotz tierärztlicher Betreuung noch vor Ort. Eine Passantin, die erst dazu kam, als der Täter die Flucht schon ergriffen hatte, erstaunt das nicht: «Man sah sofort, dass der Hund das nicht überleben würde – er winselte nur noch.»

Täter psychisch angeschlagen?

Der Täter trug gemäss dem Augenzeugen eine hell-olivfarbene Jacke, eventuell mit Kapuze. Er wird als etwa 170 Zentimeter gross beschrieben und soll zwischen 30 und 40 Jahre alt sein. Der Mann dürfte psychisch angeschlagen sein – wie Polizeisprecher Marcel Wehrlin sagt, gründet diese Vermutung auf der Aussage des Augenzeugen. Dieser habe sich sofort um den Hund gekümmert, sagt Wehrlin auf die Frage, ob dem Mann niemand gefolgt sei.

Personen, welche Hinweise zur Tat machen können, werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Herisau unter der Nummer 071 343 65 75 in Verbindung zu setzen. (dwa)