Seilbahnen investieren 91 Millionen

GOLDINGEN. Die Ostschweizer Seilbahnbetriebe leiden unter dem starken Franken. Um für die Gäste attraktiv zu bleiben, wollen sie dennoch weiter in ihre Bahnanlagen und Nebenbetriebe investieren. Wie Präsident und Geschäftsführer Roger Walser an der 20.

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GOLDINGEN. Die Ostschweizer Seilbahnbetriebe leiden unter dem starken Franken. Um für die Gäste attraktiv zu bleiben, wollen sie dennoch weiter in ihre Bahnanlagen und Nebenbetriebe investieren. Wie Präsident und Geschäftsführer Roger Walser an der 20. Generalversammlung des Ostschweizer Verbands der Seilbahnunternehmungen (OSVS) mitteilte, planen die 35 Mitgliedsbetriebe in den Jahren 2015 und 2016 Investitionen von 91 Millionen Franken. 33 Millionen werden in die Modernisierung der Bahnanlagen und 58 Millionen Franken in den Ausbau der Nebenbetriebe wie Gastronomie, Hotellerie und Freizeitangebote investiert.

Mehr Einnahmen im Sommer

Die Verkehrseinnahmen der OSVS-Mitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2014/15 unverändert 66 Millionen Franken. Das ist laut Walser erstaunlich angesichts des verregneten Sommers 2014, des spät einsetzenden Winters und des Umstands, dass die Tageskartenpreise für Gäste aus dem Euroraum wegen der Frankenaufwertung seit 2007 um über 40 Prozent teurer wurden. Als erfreulich bezeichnete er, dass der Sommeranteil auf 19 Millionen Franken oder 29 Prozent gesteigert werden konnte; im nationalen Vergleich ein sehr guter Wert. «Die grossen Investitionen der Bahnen ins Sommerangebot lohnen sich», so Walser.

Politisches Engagement

Auf politischer Ebene kämpfen die Seilbahnen für die teilweise Befreiung der Pistenfahrzeuge von der Mineralölsteuer, weil diese keine Strassen benützen. Wie Präsident Walser sagte, stimmten die bürgerlichen Ostschweizer Parlamentarier im Nationalrat geschlossen für Eintreten auf die Vorlage. Wie Vizedirektor Fritz Jost sagte, will sich auch der Verband Seilbahnen Schweiz politisch engagieren. Dies insbesondere in Fällen, in denen das Bundesamt für Verkehr (BAV) Vorschriften erlasse, die für kleine Bahnbetriebe existenzbedrohend seien. Das Problem sei, «dass beim BAV 99 Prozent für die Eisenbahnen und nur 1 Prozent für die Seilbahnen arbeiten». (lco)