Logiernächte 2019: Rückgang in der Ostschweiz – mit Lichtblick im Toggenburg

Die Schweizer Hotellerie hat 2019 erneut einen Anstieg der Logiernächte verzeichnet. In der Ostschweiz hingegen sinken die Zahlen. Es gibt allerdings auch Ausreisser: In Innerrhoden und im Toggenburg fällt die Bilanz besser aus als im Vorjahr.

Adrian Vögele
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36000 Übernachtungen weniger: Von einem Logiernächterekord ist die Ostschweiz weit entfernt.

36000 Übernachtungen weniger: Von einem Logiernächterekord ist die Ostschweiz weit entfernt.

Karl Mathis / KEYSTONE

Fast 40 Millionen Übernachtungen haben die Schweizer Hotels im vergangenen Jahr verbucht. Das ist Rekord und ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere der Sommer brachte viele Gäste: «Die beste Sommersaison aller Zeiten» sei es gewesen, schreibt Schweiz Tourismus. Vor allem im Mai, Juni und Juli nahmen die Zahlen gegenüber 2018 stark zu. Auch der Start in die Wintersaison sei vielversprechend verlaufen. Die Auslastung der Zimmer stieg über das gesamte Jahr hinweg leicht an, von 54,5 auf 55,2 Prozent.

In den Ostschweizer Kantonen hingegen gibt es keine Rekorde - im Gegenteil, die Zahl der Logiernächte nimmt ab. Ausnahme ist Appenzell Innerrhoden, das einen leichten Anstieg um 1 Prozent verzeichnet. Der stärkste Rückgang zeigt sich in Ausserrhoden (-8 Prozent), der Thurgau verliert 5 Prozent, St.Gallen 0,5 Prozent. Insgesamt wurden in der Region rund 36000 Übernachtungen weniger registriert. Die Gesamtzahl liegt bei 1,65 Millionen. Noch vor zehn Jahren waren es 1,77 Millionen gewesen.

Zimmerauslastung der Ostschweizer Hotelbetriebe

in Prozent
SG
TG
AR
AI
CH
200920102011201220132014201520162017201820190204060

Die Zimmerauslastung der geöffneten Betriebe in der Ostschweiz ist durchs Band tiefer als der nationale Durchschnitt. In den vergangenen Jahren machte die Region jedoch Boden gut: Von 2015 bis 2018 verbesserte sich die Auslastung der Hotels in den vier Kantonen stetig. Im vergangenen Jahr nun konnten nur Innerrhoden und St.Gallen diesen Trend fortsetzen. Im Thurgau nahm die Auslastung um 2,3 Prozent ab, in Ausserrhoden um 1,4 Prozent.

Logiernächte in den St.Galler Tourismusregionen

in Tausend
Heidiland
St.Gallen-Bodensee
Toggenburg
Zürichsee
201520162017201820190200400600

Lichtblick im Toggenburg, weniger Übernachtungen am Zürichsee

Betrachtet man die vier St.Galler Tourismusregionen, so fällt auf: Die Region Zürichsee hat weiterhin die höchste Zahl an Übernachtungen, verzeichnet zugleich aber auch den stärksten Rückgang: 19'000 Logiernächte weniger gegenüber dem Vorjahr. Auch Heidiland und St.Gallen-Bodensee verzeichnen weniger Übernachtungen. Im Toggenburg hingegen, der zahlenmässig kleinsten Region, steigt der Wert seit zwei Jahren wieder. Die Auslastung der Zimmer hat in der Destination Zürichsee leicht abgenommen, in den anderen drei Regionen steigt sie leicht.

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