Schweizer Hoteliers blicken auf gute Wintersaison zurück – in der Ostschweiz wollen jedoch weniger Gäste übernachten

Die Schweizer Hotelbetriebe haben in der vergangenen Wintersaison 2018/19 leicht mehr Gäste als im Winter davor untergebracht. Die Zahl der Logiernächte von November 2018 bis April 2019 erhöhte sich gegenüber der Saison 2017/18 um 0,7 Prozent auf 16,7 Millionen. In der Ostschweiz sind die Zahlen jedoch rückläufig.

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(Bild: Manuela Jans-Koch, Rigi, 26. Januar 2019)

(Bild: Manuela Jans-Koch, Rigi, 26. Januar 2019)

(sda/lex)

Während die meisten Schweizer Hotels in der Wintersaison 2018 mehr Logiernächte verzeichneten, wurden in Ostschweizer Tourismusregionen die Betten weniger zahlreich gebucht. Der Rückgang lag bei 2,1 Prozent, was 16'000 Übernachtungen ausmacht. 

Logiernächte Wintersaison nach Kanton

Kanton 2018 2019 Veränderung in % Veränderung (absolut)
St.Gallen 430'488 421'275 –2,1 –9213
Thurgau 157'967 154'537 –2,2 –3430
Appenzell Ausserrhoden 46'802 43'893 –6,2 –2909
Appenzell Innerrhoden 34'722 38'803 11,8 4081

Starke Zunahme im November und Dezember

Die Logiernächte der ausländischen Gäste erhöhte sich insgesamt um 1,0 Prozent auf 8,8 Millionen, die Zahl der Logiernächte der inländischen Gäste stieg um 0,4 Prozent auf 7,9 Millionen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Mittwoch mitteilte. Die Zahl der Logiernächte nahmen dabei insbesondere im November und Dezember 2018 deutlich zu.

Im April 2019 kamen ebenfalls deutlich mehr Gäste in die Schweiz. Die Hoteliers verzeichneten mit insgesamt 2,65 Millionen 3,0 Prozent mehr Logiernächte als im Vorjahr. Gemäss BFS liegt das aber vor allem an der Lage der Ostertage. Betrachte man April und März zusammen, um die Oster-Auswirkungen aufzuheben, resultiere ein Plus von 1,6 Prozent, heisst es in der Mitteilung.

Deutlich mehr Gäste aus den USA

Die stärkere Auslandsnachfrage in der Wintersaison ist in erster Linie den Gästen aus Amerika zuzuschreiben, die mit einem Plus von 71'000 den grössten absoluten Anstieg verbuchten. Den grössten Rückgang gab es bei den Gästen aus Grossbritannien mit einem Minus von 15'000 Logiernächten.

(Bild: Bundesamt für Statistik)

(Bild: Bundesamt für Statistik)

Vom Wachstum profitierten in diesem Winter acht der dreizehn Tourismusregionen. Graubünden weist mit einem Plus von 51'000 Logiernächten (+1,8%) den grössten absoluten Anstieg auf. Dahinter folgten Bern Region (+37 000 Logiernächte / +1,9%), das Tessin (+4,1%) und Luzern/Vierwaldstättersee (+1,7%) mit einer Zunahme von je 25 000 Logiernächten. Den deutlichsten absoluten Rückgang verzeichnete die Region Basel mit einem Minus von 26'000 Logiernächten (-3,4%).