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Schweizer besiegen Lettland klar

Die Schweizer Nationalmannschaft gewinnt den zweitletzten Test vor der WM.
Laura Widmer
Die Schweiz nach dem 2:0 durch Philipp Kurashev. (Bild: Claudio Thoma/freshfocus)

Die Schweiz nach dem 2:0 durch Philipp Kurashev. (Bild: Claudio Thoma/freshfocus)

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft hat den zweitletzten Test vor dem WM-Start gewonnen. Das Team von Trainer Patrick Fischer setzte sich in Herisau gegen Lettland nach einem 0:1-Rückstand mit 4:1 durch.

Nachdem die Schweizer in den ersten 20 Minuten noch einige Mühe bekundet hatten, legten sie im zweiten Drittel einen Zacken zu. Die logische Konsequenz der Überlegenheit war die Wende vom 0:1 (9.) zum 2:1 (36.). Für den Ausgleich zum 1:1 zeichnete in der 33. Minute Gregory Hofmann verantwortlich, der im dritten Powerplay der Einheimischen auf Vorarbeit von Gaëtan Haas mit einem Ablenker erfolgreich war. Der künftig für den EV Zug tätige Flügelstürmer, der in der abgelaufenen Qualifikation der National League mit 30 Toren die Nummer 1 in dieser Statistik gewesen war, hatte schon in der vergangenen Woche in den beiden Testspielen gegen Frankreich (6:0 und 3:4 n.V.) den ersten Treffer der Schweizer erzielt.

Das entscheidende 2:1 vor 3722 Zuschauern gelang Noah Rod nach einem langen Pass von Verteidiger Joël Genazzi. Der Genfer Stürmer erwischte den lettischen Goalie Kristers Gudlevskis in der nahe Ecke, auch weil Youngster Philipp Kuraschew gut mitgelaufen war. Wie überlegen die Schweizer im Mittelabschnitt auftraten, verdeutlicht das Schussverhältnis von 13:4. Die Letten hätten sich nicht beklagen können, wenn sie mehr als zwei Gegentreffer kassiert hätten. Andres Ambühl (23.), Simon Moser (27.) und Nico Hischier (34.) vergaben allesamt Topchancen.

Im letzten Drittel liessen die Schweizer nichts mehr anbrennen, auch als die Osteuropäer unmittelbar nach der zweiten Pause während 85 Sekunden in doppelter Überzahl agieren konnten. Nach dem Ablauf der ersten Strafe verpasste Tristan Scherwey (42.) gar nur knapp das 3:1 - er scheiterte am Pfosten. Kurz darauf vermochten allerdings auch die Gastgeber eine 65 Sekunden dauernde Phase mit fünf gegen drei Feldspielern nicht zu nutzen. Das spielte im Endeffekt aber keine Rolle. In der 59. Minute machte Verteidiger Lukas Frick mit einem Schuss ins leere Gehäuse alles klar. Für den Schlusspunkt sorgte Vincent Praplan 39 Sekunden vor dem Ende.

In der 9. Minute waren die Gäste durch Miks Indrasis nach einem Konter in Führung gegangen, nachdem Hischier zuvor einen Schuss von Michael Fora an den Pfosten gelenkt hatte. Insgesamt aber hatten die Balten den Schweizern nur wenig entgegenzusetzen, weshalb Fischer mit der Leistung seiner Mannschaft im Grossen und Ganzen zufrieden sein durfte. Das Powerplay muss allerdings noch besser werden. Eine klare Verstärkung war Roman Josi, der viele gute Szene hatte und unterstrich, warum er einer der besten Verteidiger der Welt ist. Yannick Weber, Teamkollege von Josi bei den Nashville Predators, zeigte ein unauffällige Partie.

Am Samstag treffen die Schweizer in Weinfelden erneut auf die vom ehemaligen ZSC-Trainer Bob Hartley gecoachten Letten. Die Balten sind auch an der am kommenden Freitag beginnenden WM in der Slowakei ein Gegner, und zwar im zweiten Gruppenspiel am 12. Mai. Insofern war der Sieg ein positives Zeichen.

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