Schwein gehabt

Das Säulirennen zieht an jedem Olma-Tag Schaulustige und Wettspieler in Scharen an.

Noemi Heule
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Heidi, Ella und Rico Zweifel bewiesen einen guten Riecher. (Bild: Noemi Heule)

Heidi, Ella und Rico Zweifel bewiesen einen guten Riecher. (Bild: Noemi Heule)

Als die Trompete zum Angriff bläst und sich das Gatter des Rennstalls öffnet, halten Tausende von Zuschauern den Atem an. Speedy erwischt den besten Start und spurtet unter tosendem Applaus konkurrenzlos zum Sieg. Im zweiten Lauf lässt Siegersäuli Lulu die Konkurrenz ebenfalls schon nach wenigen Metern hinter sich und gewinnt mit einer ganzen Schinken-Länge Vorsprung.

Mit Herzblut dabei

Das Säuli-Rennen gehört zu den Hauptattraktionen eines jeden Olma-Tages. Kurz vor 16 Uhr strömen bis zu 2500 Leute in die Arena, um die kleinen Stars, welche eigens für diesen Anlass trainiert werden, anzufeuern. Viele der Zuschauer sind mit Herzblut dabei, denn sie haben bares Geld auf ihren Favoriten gesetzt. Unter ihnen ist Familie Zweifel aus Scherzingen. «Das Wetten gehört zur Olma-Tradition», sagt Mutter Heidi. Und die ist lang: «Wir waren nämlich schon hundert Mal hier», fügt Töchterchen Ella an.

Ein guter Riecher

Während viele Spieler die Schweinchen vor dem Wetteinsatz ausgiebig inspizieren, um die kräftigsten Hinterbeine auf ihrer Seite zu wissen, haben sich die Zweifels aus Sympathie für ihre Favoriten entschieden. «Der Name Speedy hat mir einfach gefallen», sagt Rico. Auch Schwester Ella bewies einen guten Riecher, als sie ihre fünf Franken auf Lulu setzte. Damit sind sie mit dem Mindestbetrag im Rennen, bis zu hundert Franken können gesetzt werden. Der Einsatz hat sich für Ella und Rico bezahlt gemacht: Sie können je zwölf Franken mit nach Hause nehmen.

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