Schutz vor den «Einflüssen des Bösen»

Merken
Drucken
Teilen

Privatschulen Im Kanton St. Gallen haben zurzeit 29 Privatschulen eine offizielle Bewilligung des Erziehungsrats. Welche zählen zu den «religiös-fundamentalistischen» Schulen? «Ich wäre vorsichtig mit dem Begriff fundamentalistisch», sagt Alexander Kummer, Leiter des St. Galler Amtes für Volksschule. Aus seiner Sicht gebe es im Kanton vier Privatschulen mit einem «explizit christlichen Hintergrund». Dazu zählt er die Domino-Servite-Schule in Kaltbrunn und die drei Schulen der Piusbruderschaft: das Institut Sancta Maria in Wangs sowie die Privatschulen St. Michael in Oberriet und Dominik Savio in Wil. In diesen Schulen gehe es nicht bloss um Wissensvermittlung, schreiben die Piusbrüder in ihren Erziehungsprinzipien. Ziel sei es, den jungen Menschen zu einer christlichen Persönlichkeit heranreifen zu lassen. Dabei sollen die Kinder «vor den Einflüssen des Bösen» bewahrt werden. In den Internaten wird das «Präventivsystem» des heiligen Don Bosco angewandt. Durch ständiges Zusammensein mit den Kindern sollen «Sünden und Fehler im Anfangskeim» erstickt werden.

Im Auftrag des Erziehungsrats beaufsichtigt die Abteilung «Aufsicht und Schulqualität» des Amts für Volksschule die St. Galler Privatschulen. Sie macht regelmässig Unterrichtsbesuche, prüft Dokumente und führt Gespräche mit der Trägerschaft und Schulleitung. (mge)