Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Schulschwänzen als Protest gegen Waffenlieferung

ST. GALLEN. Heute Dienstag wollen Kurdenfamilien in der ganzen Ostschweiz ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Dies aus Protest gegen den Krieg, den die türkische Regierung gegen die Kurden führt, aber auch als Zeichen gegen jene Länder, die Waffen an die Türkei exportieren.

ST. GALLEN. Heute Dienstag wollen Kurdenfamilien in der ganzen Ostschweiz ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Dies aus Protest gegen den Krieg, den die türkische Regierung gegen die Kurden führt, aber auch als Zeichen gegen jene Länder, die Waffen an die Türkei exportieren.

Die betroffenen Lehrerinnen und Lehrer seien mittels Flugblatt über die Aktion ins Bild gesetzt worden, sagt Ismail Bulut vom Kurdischen Gesellschaftszentrum St. Gallen. Laut Schätzungen von Bulut sind etwa 100 Schulklassen in den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden betroffen. Die Aktion hätte ursprünglich schweizweit koordiniert werden sollen, wegen unterschiedlicher Ferientermine sei dies jedoch nicht möglich gewesen.

Verwarnung oder Busse

Ob die Protestaktion rechtlich folgenlos bleiben wird, ist indes offen. Im Kanton St. Gallen können Eltern verwarnt oder mit bis zu 1000 Franken gebüsst werden, wenn ihre Kinder dem Unterricht unentschuldigt fernbleiben. Im kantonalen Volksschulgesetz heisst es unter Artikel 97 wörtlich: «Eltern, die das Kind an der Erfüllung der Schulpflicht hindern oder nicht zum Schulbesuch oder zur Befolgung von Anordnungen nach Art. 34 dieses Gesetzes anhalten, werden vom Schulrat verwarnt oder gebüsst.» Im Wiederholungsfall sieht das Gesetz eine Strafanzeige vor.

Jokertage erst ab August

Bulut betont, dass man Probleme mit den Schulen vermeiden wolle. Eine Möglichkeit für die am Protest teilnehmenden Familien sind die sogenannten Jokertage. Diese gibt es aber nicht in allen Ostschweizer Kantonen. Im Kanton St. Gallen können Schülerinnen und Schülern pro Jahr zwei Halbtage ohne Begründung der Schule fernbleiben. Im Kanton Thurgau werden die Jokertage erst im kommenden Schuljahr eingeführt. Ab August dürfen Schülerinnen und Schüler an zwei Tagen pro Schuljahr ohne Angabe von Gründen im Unterricht fehlen. (ar)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.