Schulen behalten Autonomie

Das neue Sonderpädagogikkonzept des Kantons St. Gallen tritt ab diesem Sommer schrittweise in Kraft. In zwei Regionen wird das Angebot ausgebaut.

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ST. GALLEN. Die St. Galler Regierung hat das neue Sonderpädagogikkonzept genehmigt. Im Konzept wird die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Bildungsbedarf geregelt. Es geht dabei um Themen wie die heilpädagogische Frühförderung, die Kleinklassen, die behindertenspezifische Beratung und Unterstützung oder die Sonderschulung.

Integration in Regelklassen

In St. Gallen können die Gemeinden wählen, ob sie Regelklassen mit sonderpädagogischen Massnahmen oder Kleinklassen führen wollen. In den Regionen Rheintal-Werdenberg-Sargans sowie See-Gaster soll das Sonderschulangebot ausgebaut werden. Künftig gelte: «Kinder, deren Behinderung den Unterrichtsbesuch in der Regelschule zulässt, sollen vermehrt in den Regelklassen beschult werden», heisst es im Communiqué des Bildungsdepartements. Die Schulgemeinden behalten ihre Autonomie: Sie können entscheiden, ob sie Schüler mit Schulschwierigkeiten in Regelklassen mit sonderpädagogischen Massnahmen oder in Kleinklassen fördern wollen. Der Kanton stellt Schulen, die Schüler mit einer Behinderung integrieren, Beratung und Unterstützung durch spezialisierte Dienste zur Verfügung. In jeder Region soll eine Grundausstattung an Tagessonderschulplätzen zur Verfügung stehen. Das ist bisher noch nicht der Fall. Deshalb wird das Angebot ausgebaut.

Neue Tagessonderschulen

Das Konzept wird schrittweise ab diesem Sommer in Kraft treten. Für die Region Rheintal-Werdenberg-Sargans und See-Gaster sind zwei neue Tagessonderschulen für Schüler mit schwerwiegenden Lern- und Verhaltensschwierigkeiten vorgesehen. Zudem sind zusätzliche Tagesplätze mit dem Schwerpunkt Sprachschwierigkeiten geplant. (sda)