Schule ohne Buben

In der Schweiz ist heute eigentlich üblich, dass Mädchen und Buben zusammen zur Schule gehen. In der Ostschweiz gibt es aber noch erstaunlich viele reine Mädchenschulen.

Katharina Baumann
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Die Sekundarschülerinnen des «Kathi» in Wil proben für das Musical im Sommer. (Bild: Olivia Hug)

Die Sekundarschülerinnen des «Kathi» in Wil proben für das Musical im Sommer. (Bild: Olivia Hug)

WIL. Die moderne Bildungsforschung sieht keinen grundsätzlichen Nachteil, wenn Mädchen und Buben gemeinsam unterrichtet werden. Und doch gibt es gerade in der Ostschweiz noch einige reine Mädchenschulen. Am getrennten Unterricht halten sie fest, aus Tradition und Überzeugung. «Die Mädchen haben hier einen geschützten Raum, in dem sie sich selbst und nochmals Kind sein dürfen», heisst es bei der Schulleitung der Sekundarschule St. Katharina in Wil.

Die Abgängerinnen sind zum Teil prominent: Ständerätin Karin Keller-Sutter war im «Kathi», ehe sie ihre politische Karriere einschlug. «Die Mädchensekundarschule trug dazu bei, dass ich mich nie gefragt habe, ob ich etwas kann oder nicht kann, nur weil ich ein Mädchen war», sagt sie.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 23. Februar.

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