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Schöner Herbst zahlt sich aus

Die Ostschweizer Seilbahnbetriebe können auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2011/12 zurückblicken. Mit 90 Millionen Franken Einnahmen wurde das Ergebnis des Vorjahres übertroffen.
Leo Coray
Die Ostschweizer Seilbahnbetriebe – hier die Säntis-Schwebebahn – machten im vergangenen Geschäftsjahr mehr Umsatz. (Bild: Urs Jaudas)

Die Ostschweizer Seilbahnbetriebe – hier die Säntis-Schwebebahn – machten im vergangenen Geschäftsjahr mehr Umsatz. (Bild: Urs Jaudas)

Nach einem doch eher mittelmässigen Sommer 2011 habe ein traumhafter Herbst den Bergbahnen gute Erträge gebracht, sagte Präsident Marcel Schneller an der 17. Generalversammlung des Ostschweizer Verbands der Seilbahnunternehmungen (OSVS) im glarnerischen Braunwald und blickte damit auf das Geschäftsjahr 2011/12 zurück.

Der Winter sei geprägt gewesen von enormen Schneemassen, so Schneller weiter. Dies habe zwar den tiefer gelegenen Voralpenskiliften zu einer guten Wintersaison verholfen, die anhaltenden Schneefälle hätten aber zum Ausbleiben von Tagestouristen und zu höheren Kosten für die Pistenpflege geführt.

Relativ hoher Sommeranteil

Gemäss provisorischen Berechnungen lagen die Verkehrseinnahmen der Ostschweizer Seilbahnen im vergangenen Geschäftsjahr bei 60 Millionen Franken und die Erträge aus Gastro- und Nebenbetrieben bei 30 Millionen Franken. Laut Roger Walser, seit Anfang Jahr Geschäftsführer, stiegen die Umsätze der OSVS-Betriebe um sieben Prozent, während sie gesamtschweizerisch um 0,5 Prozent abnahmen. Mit ein Grund für die Zunahme dürfte das gute Sommergeschäft der Ostschweizer Bahnen sein, das mit 30 Prozent Jahresanteil über dem Schweizer Durchschnitt liegt. Die zehn ertragsstärksten OSVS-Mitgliedbetriebe erzielten 83 Prozent des Gesamtumsatzes, die restlichen 24 kleineren Bahnen 17 Prozent.

Neu in den OSVS aufgenommen wurden die Genossenschaft Äugstenbahn in Ennenda und die Seilbahn Linthal 2015 der Axpo im glarnerischen Tierfehd. An der im vergangenen Jahr bereits zum achtenmal durchgeführten Fünf-Franken-Aktion für dritte und vierte Schulklassen meldeten sich insgesamt 70 Klassen mit über 1800 Schulkindern an. Für die Schüler-Schneesportaktion sowie für Aus- und Weiterbildung gab der Verband 15 400 Franken aus. Die Mitgliedbetriebe in fünf Kantonen und Liechtenstein betreiben 150 Anlagen.

Der Weg zum Bergerlebnis

An der Versammlung trat René Zimmermann von den Bergbahnen Flumserberg nach acht Jahren aus dem Vorstand zurück. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder Heinrich Michel, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bergbahnen Flumserberg. Verabschiedet wurde Sepp Ruggli aus Teufen, der seit der Gründung 1995 bis Ende 2011 Sekretär des OSVS war. Der langjährige ehemalige Finanzchef der Säntis-Schwebebahn erinnerte die Mitglieder daran, dass die Seilbahnbranche der Motor des Bergtourismus sei, aber auch «der Weg zum Bergerlebnis». Deshalb sei die Gastronomie auf dem Berg «für die Kundenbindung wichtiger als der Bahnbetrieb».

Im fachlichen Teil der Versammlung berichtete Johannes Solenthaler, Landwirt sowie Besitzer und Betreiber des Kinderskilifts Bischofsberg in Heiden, über den Erfolg des vor zehn Jahren begonnenen Projekts. «Ich wollte etwas für Kinder und Familien tun», sagte er. So kaufte er 2002 einen gebrauchten Ponylift und stellte ihn im Winter auf seinem Grundstück auf. Ein Jahr später gründete er die Schweizer Ski- und Snowboardschule Heiden, deren Leiter er ist und welche 25 bis 30 Personen beschäftigt. Später kamen Pistenfahrzeuge, Beschneiungsanlagen und eine mobile Skihütte dazu.

Eingangstor zum Skifahren

«Es hat von Anfang an funktioniert», sagte Solenthaler. Der Bischofsberg sei gut erreichbar und die Zusammenarbeit mit dem benachbarten Skilift Heiden gut. Von den grossen Skigebieten wünsche er sich, dass sie ihre nicht mehr benötigten Anlagen und Geräte günstig den kleinen Unternehmen anbieten, statt sie zu verschrotten. Denn die kleinen Skigebiete in Stadtnähe seien das Eingangstor für Kinder und Familien zum Skifahren. «Wer es bei uns nicht lernt, kommt nie zu euch», sagte er.

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