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SCHNEECHAOS: Zu früh für den Reifenwechsel

Der plötzliche Wintereinbruch hat viele Autolenker in der Region überrascht. Weil einige in den warmen Tagen bereits Sommerreifen montiert hatten, kam es zu zahlreichen Unfällen.
Joel Mähne
Der Schnee führte, wie hier auf der Teufener Strasse in St. Gallen, zu einigen Unfällen. (Bild: Stapo St. Gallen)

Der Schnee führte, wie hier auf der Teufener Strasse in St. Gallen, zu einigen Unfällen. (Bild: Stapo St. Gallen)

Joel Mähne

joel.maehne@tagblatt.ch

Der Blick aus dem Fenster am Mittwochmorgen dürfte viele Personen in der Ostschweiz verwundert haben – grosse weisse Flocken und schneebedeckte Strassen. Doch die späte Winterpracht löste nicht nur Verwunderung am Frühstückstisch aus, sondern auch einige Probleme im Strassenverkehr. Im Kanton St. Gallen ereigneten sich laut der Kantonspolizei seit Dienstag rund ein Dutzend Unfälle im Zusammenhang mit rutschigen Strassen. Die meisten davon gingen glimpflich aus, und es kam nur zu Blechschäden. Zwei Unfälle sorgten allerdings für grössere Schäden und Verkehrsbehinderungen. Der Kanton Thurgau blieb im Gegensatz zu St. Gallen laut Mediensprecher Andy Theler von schlimmen Unfällen verschont.

Fünf Fahrzeuge kollidieren auf Teufener Strasse

Gestern früh kurz nach 6 Uhr kam es auf der Teufener Strasse in St. Gallen während zweier Stunden zu Verkehrsbehinderungen nach einer Kollision von mehreren Fahrzeugen. Weil zwei Autos ineinandergerutscht waren und zur Klärung des Schadens am Strassenrand angehalten hatten, musste ein nachfolgendes Fahrzeug abbremsen. Ein vierter Lenker geriet deshalb ins Rutschen, kollidierte mit dem stillstehenden Auto und blieb quer auf der Fahrbahn stehen. In der Folge kam es zu einem Zusammenstoss mit einem weiteren Fahrzeug, welches zuerst das querstehende Auto touchierte und anschliessend die Fahrzeuge des ersten Unfalls traf. Alle Fahrzeuge und eine Signaltafel wurden dabei beschädigt. Bereits am Dienstagmorgen kollidierten auf der Autobahn A1 im Bereich Meggenhus zehn Fahrzeuge, sieben von ihnen hatten bereits Sommerreifen montiert.

Auf einen plötzlichen Wetterumschwung sind viele Lenker nicht vorbereitet. Gemäss der AXA Winterthur kommt es am ersten Tag nach einem Wetterwechsel zu dreimal mehr Unfällen als normal. Auch die regionalen Kantonspolizeien bestätigen, dass sich viele Fahrzeugführer von der warmen Witterung der letzten Wochen täuschen liessen und bereits Sommerreifen montierten. In der Schweiz sei das Fahren mit Winterreifen zwar nicht vorgeschrieben, doch werde bei einer Unfallaufnahme auch notiert, mit welchen Reifen ein Fahrzeug ausgestattet ist. Bei ungenügender Bereifung könne dies im Nachgang zu einer höheren Strafe führen, erklärt Gian Andrea Rezzoli von der Kantonspolizei St. Gallen.

VBSG hält sich an «Olma bis Offa»

Elias Forrer vom TCS St. Gallen-Appenzell rät deswegen dazu, die Winterreifen nicht zu früh zu wechseln. Erst wenn es mehrere Tage und Nächte durchgehend wärmer als sieben Grad gewesen ist, sei der Wechsel zu empfehlen. Von Ganzjahresreifen rät der Verkehrsexperte ab. Sie seien zu weich für den Sommer und es fehle ihnen an Lamellen, die im Winter zusätzlichen Halt geben.

Bei den Verkehrsbetrieben der Stadt St. Gallen werden die Räder aller Busse in den nächsten Wochen Schritt für Schritt gewechselt, getreu dem Motto «Olma bis Offa», wie Geschäftsführer Ralf Eigenmann erklärt. Zur Lagerung der vielen Räder sei im Depot extra eine Eigenkonstruktion aus Reifenpaletten gebaut worden.

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