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Mit dem Frühlingswetter werden im Alpstein die vom Winter verursachten Blessuren sichtbar. (Bild: Raphael Rohner)

Mit dem Frühlingswetter werden im Alpstein die vom Winter verursachten Blessuren sichtbar. (Bild: Raphael Rohner)

Schnee schmilzt, Lawinenschäden zeigen: Im Alpstein entging man knapp einer Katastrophe

Erst jetzt wird im Alpstein das Ausmass des Schadens der Lawinen sichtbar. Während das Berggasthaus Seealpsee glimpflich davonkam, rissen Schneemassen andernorts Berghütten mit sich.
Raphael Rohner

«So etwas habe ich noch nie gesehen», sagt ein Berggänger am Seealpsee vor einer meterhohen Schneewand einer niedergegangenen Lawine. Gleich an mehreren Stellen auf dem Weg von Wasserauen zum Seealpsee sind Spuren von Lawinen deutlich erkennbar. Zwischen den Berggasthäusern Seealpsee und Forelle türmen sich die Schneemassen bis zu fünf Meter neben den Wegen. Es wurden Schneisen in den Schnee geschlagen. Ein anderer Wanderer zeigt auf seinem Smartphone Bilder, wie es vor kurzem ausgesehen hat:

«Es gab überhaupt kein Durchkommen mehr. Der Weg zu den Gasthäusern war völlig verschüttet vom Schnee. Es sah beängstigend aus und ich dachte, das Berggasthaus wäre verschüttet.»

Lawine beschädigte Berggasthaus

Beim Berggasthaus Seealpsee und Forelle wurde man vor Saisonbeginn von den Schneemassen überrascht. Die Wege zu den Häusern mussten mit einem Bagger frei geschaufelt werden. Die Spuren der Lawine sind auch jetzt, einige Wochen nach ihrem Niedergang, noch deutlich zu sehen: Im Schnee wurden Bäume und Felsbrocken zu Tal gebracht.

(Infografik: Raphael Rohner)

(Infografik: Raphael Rohner)

Schäden an der Fassade. (Bild: Leserreporterin)

Schäden an der Fassade. (Bild: Leserreporterin)

Die niedergegangene Lawine hat das Gasthaus Seealpsee beschädigt. Der Schnee drückte bis zur Terrasse vor dem Gasthaus, wo er die Garage eindrückte und Schäden an der Fassade hinterliess.

Das Berggasthaus wurde 1954 schon einmal Opfer einer Lawine. Damals riss eine Lawine das Haus um und es musste neu gebaut werden. Die aktuellen Schäden am Gasthaus wurden unterdessen repariert.

Zur Lawine wollen die Bergwirte indes keine Stellung nehmen, trotz der vielen schaulustigen Wanderer, die eifrig Fotos und Videos machen.

Die Spuren des vergangenen Winters zeigen sich deutlich. Beim Seealpsee... (Bild: Raphael Rohner)Die Spuren des vergangenen Winters zeigen sich deutlich. Beim Seealpsee... (Bild: Raphael Rohner)
...türmen sich die Schneemassen. Der Schnee kommt von einer Lawine, ... (Bild: Raphael Rohner)...türmen sich die Schneemassen. Der Schnee kommt von einer Lawine, ... (Bild: Raphael Rohner)
...welche im Winter niedergegangen ist. Die Wege mussten... (Bild: Raphael Rohner)...welche im Winter niedergegangen ist. Die Wege mussten... (Bild: Raphael Rohner)
...mit einem Bagger freigeschaufelt werden, damit die Gäste... (Bild: Martin Breitenmoser)...mit einem Bagger freigeschaufelt werden, damit die Gäste... (Bild: Martin Breitenmoser)
...ohne Probleme den Wanderwegen folgen können. Im Schnee sind... (Bild: Raphael Rohner)...ohne Probleme den Wanderwegen folgen können. Im Schnee sind... (Bild: Raphael Rohner)
...Trümmerteile einer zerstörten Alphütte zu finden. Die Hütte wurde... (Bild: Raphael Rohner)...Trümmerteile einer zerstörten Alphütte zu finden. Die Hütte wurde... (Bild: Raphael Rohner)
...oberhalb vom Seealpsee wohl Opfer... (Bild: Johannes Mock)...oberhalb vom Seealpsee wohl Opfer... (Bild: Johannes Mock)
...der Lawine. Dabei handelt es sich um Hütten der Alp Wees, oberhalb des Seealpsees. Wanderer... (Bild: Johannes Mock)...der Lawine. Dabei handelt es sich um Hütten der Alp Wees, oberhalb des Seealpsees. Wanderer... (Bild: Johannes Mock)
...machen sich ein Bild von den Schneemassen. Der Schnee riss... (Bild: Raphael Rohner)...machen sich ein Bild von den Schneemassen. Der Schnee riss... (Bild: Raphael Rohner)
...mehrere Bäume aus und trug sie... (Bild: Raphael Rohner)...mehrere Bäume aus und trug sie... (Bild: Raphael Rohner)
...mit sich ins Tal. Auch Telegrafenmasten... (Bild: Raphael Rohner)...mit sich ins Tal. Auch Telegrafenmasten... (Bild: Raphael Rohner)
...wurden zerstört. Bis die Lawinenreste verschwinden, dürfte es noch einige Wochen dauern. (Bild: Raphael Rohner)...wurden zerstört. Bis die Lawinenreste verschwinden, dürfte es noch einige Wochen dauern. (Bild: Raphael Rohner)
Diese Lawine begrub so einiges unter sich. (Bild: Leserreporterin)Diese Lawine begrub so einiges unter sich. (Bild: Leserreporterin)
Sie zerstörte etwa diesen Stall. Menschen wurden keine verletzt. (Bild: Leserreporterin)Sie zerstörte etwa diesen Stall. Menschen wurden keine verletzt. (Bild: Leserreporterin)
Dafür aber kamen einige Tiere ums Leben. (Bild: Leserreporterin)Dafür aber kamen einige Tiere ums Leben. (Bild: Leserreporterin)
15 Bilder

Lawinenspuren am Seealpsee

Lawine riss Häuser mit ins Tal

Andernorts gibt der Schnee die verschütteten Gebäude nur langsam frei und das Ausmass des Schadens ist noch unklar. Der Wanderer Johannes Mock zeigt Bilder von oberhalb des Seealpsees bei der Alp Weesen:

«Von den vier Ställen und Hütten steht nur noch eins. Der Rest sieht traurig aus. Die Lawine hat die Häuser regelrecht ins Tal gerissen.»

Besser sah es bei der Altenalp aus. Dort sähen die Häuser unter dem Schnee intakt aus, sagt Mock.

Ein Gebäude bei der Alp Weesen wurde vom Schnee zerstört. (Bild: Johannes Mock)

Ein Gebäude bei der Alp Weesen wurde vom Schnee zerstört. (Bild: Johannes Mock)

«Ich warte bis der Schnee meine Masten freigibt»

Die Lawinen, welche wohl zu Beginn des Jahres niedergegangen sein dürften, haben in einigen Gebieten im Alpstein Schäden angerichtet. Während die demolierte Stütze der Säntisbahn repariert wird, sind andernorts die Schäden teils noch unter dem Schnee verborgen. Das Ausmass des Schadens an den Masten der Rotsteinpassbahn ist nach wie vor unklar. Albert Wyss, der Betreiber und Bergwirt vom Rotsteinpass hofft auf Klarheit: «Ich kann noch rein gar nicht sagen, wie schlimm der Schaden ist. Ich warte jeden Tag, bis der Schnee meine Stützen freigibt.»

Der Schaden der Transportbahn beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere zehntausend Franken.

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