Schnee bringt Chaos auf Ostschweizer Strassen

OSTSCHWEIZ. Mit dem ersten Schneefall am Freitag ist es auf Ostschweizer Strassen zu etlichen Behinderungen im Morgenverkehr gekommen. Innert drei Stunden ereigneten sich in den Kantonen St.Gallen und Thurgau 20 Unfälle.

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Verkehrskollaps: Richtung St.Margrethen ging am Freitagmorgen nichts mehr - die Autofahrer mussten sich gedulden. (Bild: jmw)

Verkehrskollaps: Richtung St.Margrethen ging am Freitagmorgen nichts mehr - die Autofahrer mussten sich gedulden. (Bild: jmw)

Wer am Freitagmorgen zur Arbeit fuhr, der musste sich in Geduld üben. Bis zu dreissig Minuten steckten Autofahrer im Stau fest. Auf den Strassen herrschten winterliche Verhältnisse. Schnee und Glatteis führten dazu, dass es zu etlichen Verkehrsbehinderungen in der Ostschweiz kam. Von 4.30 Uhr bis 7.30 Uhr registrierte die St.Galler Kantonspolizei 13 Unfälle, wie Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei, auf Nachfrage sagt. Im Kanton Thurgau hat die Kantonspolizei sieben Unfälle aufgenommen. Dabei handelt es sich laut Sprecher Andy Theler um Selbst- und Auffahrunfälle. Verletzte habe es keine gegeben.

Zu schnelles Fahren
Auch in St.Gallen waren es in den meisten Fällen Auffahrunfälle, sagt Rezzoli. So etwa in Grabs: Zwischen drei Fahrzeugen war es auf der Werdenstrasse zu einer Kollision gekommen. In St.Margrethen krachte ein Auto in ein anderes. Der rechte Fahrstreifen musste gesperrt werden, der Verkehr war in diesem Bereich stockend.

Nicht nur im Rheintal, auch im Raum St.Gallen herrschte dichter Verkehr. "Zwischen St.Gallen-Winkeln und Gossau gab es ebenfalls Stau wegen Unfällen", so der Mediensprecher. Die Autobahn A1 war in diesen Bereichen einspurig befahrbar.

Dabei könnte das Chaos relativ einfach verhindert werden, sagt Rezzoli. "Obwohl alle Autofahrer wissen, dass bei Schnee und Glätte die Fahrgeschwindigkeit angepasst werden muss, tun dies einige nicht." Infolgedessen können die Lenker nicht mehr rechtzeitig bremsen, weshalb es zu Auffahrunfällen kommt. Der Mediensprecher rechnet im Verlauf des Morgens noch mit weiteren Verkehrsbehinderungen.

Auto rutsch Bord hinunter
Auch in den beiden Appenzell ist es zu Unfällen gekommen. Im innerrhodischen Schlatt-Haslen rutschte ein Autofahrer ein steiles Wiesenbord hinunter, nachdem er auf der Schnee bedeckten Strasse ins Rutschen gekommen und über die Gegenfahrbahn geschleudert worden war. Der 61-Jährige erlitt keine Verletzungen, es entstand jedoch beträchtlicher Sachschaden am Fahrzeug.

In Appenzell Ausserrhoden ereigneten sich laut Medienmitteilung der Kantonspolizei bereits am Donnerstagabend drei Unfälle. In Niederteufen und in Waldstatt kollidierte je ein Autofahrer mit einem entgegenkommenden Auto. In Speicher fuhr ein 36-Jähriger auf den Randstein des Bahntrasses. Der Bahnverkehr wurde jedoch nicht behindert, weil der Autofahrer sein Fahrzeug rechtzeitig und aus eigener Kraft aus der Gefahrenzone bergen konnte. (lex/jmw/kapo)

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