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«Schlupfhuus» St.Gallen: Fachpersonen lancieren Petition für Nachfolgelösung

Vor kurzem entschied der Kanton St.Gallen, das «Schlupfhuus» per Ende März 2020 zu schliessen. Nun setzen sich besorgte Fachpersonen der Sozialen Arbeit mittels Petition dafür ein, dass im Kanton eine Notunterkunft für Kinder und Jugendliche bestehen bleibt.
Fachpersonen der Sozialen Arbeit setzen sich für eine Nachfolgelösung des «Schlupfhuus» ein. (Bild: Hanspeter Schiess)

Fachpersonen der Sozialen Arbeit setzen sich für eine Nachfolgelösung des «Schlupfhuus» ein. (Bild: Hanspeter Schiess)

(pd/nat) Die Fachpersonen wollen mit der Petition nicht versuchen, das «Schlupfhuus» zu retten. Es geht ihnen darum, sich für eine qualitative Nachfolgelösung einzusetzen, heisst es in einer Medienmitteilung. Grund dafür sei, dass sie über die aktuelle Situation besorgt sind, heisst es weiter. Bis Freitagmittag wurden bereits 2588 Unterschriften gesammelt. Das Ziel liegt bei 5000 Unterschriften.

«Wir wünschen uns, dass die hohe Qualität und Professionalität des bisherigen ‹Schlupfhuus› auch für die Nachfolgelösung gelten soll.» Deshalb wollen sich die Fachpersonen für einen starken, qualitativen Kindesschutz und ein professionelles Kriseninterventionsangebot mit Notunterkunft für Kinder und Jugendliche im Kanton St.Gallen einsetzen. Für die Entwicklung der Nachfolgelösung geben sie dem Amt für Soziales des Kantons St.Gallen folgende Empfehlungen ab:

  • Hochwertiges Angebot: Die Fachpersonen wünschen, dass auch nach der Schliessung des «Schlupfhuus» ein qualitativ hochwertiges Angebot mit Krisenplätzen besteht.
  • Keine Planbarkeit von Krisen: Krisen sind per se nicht planbar. Wer ein solches Angebot für Krisenplätze betreibt, wird sich immer mit der Herausforderung konfrontiert sehen, dass die Belegung stark schwankt.
  • Keine Wirtschaftlichkeit: Bei der neuen Lösung soll nicht die Wirtschaftlichkeit, sondern die Zweckmässigkeit im Vordergrund stehen.
  • Folgekosten vermeiden: Es braucht auch in Zukunft eine Lösung, die rund um die Uhr mit Fachleuten besetzt ist. Dafür müssen genügend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.
  • Gesundes Arbeitsumfeld: Das Fachpersonal in einem solchen Angebot steht vor grossen Herausforderungen und unter einem enormen Druck. Die Rahmenbedingungen für ein gesundes Arbeitsumfeld müssen für die Mitarbeitenden sichergestellt sein.

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