Schlechte Luft in St. Gallen

An den Hauptverkehrsachsen in St. Gallen und Zürich hat es noch immer zu viel gesundheitsschädigendes Stickstoffdioxid (NO2) in der Luft. Dies geht aus dem neusten Jahresbericht von Ostluft über die Luftqualität im vergangenen Jahr hervor. Am St.

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An den Hauptverkehrsachsen in St. Gallen und Zürich hat es noch immer zu viel gesundheitsschädigendes Stickstoffdioxid (NO2) in der Luft. Dies geht aus dem neusten Jahresbericht von Ostluft über die Luftqualität im vergangenen Jahr hervor. Am St. Galler Blumenbergplatz enthielt die Luft um fast ein Viertel zu viel NO2, wie Ostluft am Mittwoch mitteilte. Obwohl das verregnete und relativ milde Wetter im Jahr 2014 aus lufthygienischer Sicht günstiger war, wurden die in der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) des Bundes festgelegten Limiten häufig überschritten. Besser waren die Messwerte in den Wohnquartieren abseits der Hauptverkehrsachsen.

Eher überraschend sei, dass es auch an einzelnen städtischen Standorten mit Einschränkungen des motorisierten Individualverkehrs relativ hohe NO2-Belastungen gebe. Dies gelte zum Beispiel für den Bahnhofplatz und den Bohl in St. Gallen. Die Luftverschmutzung durch Stickoxide stammt speziell aus dieselbetriebenen Autos, Lieferwagen, Lastwagen und Bussen. Laut Ostluft leiden vor allem ältere Menschen, Kinder und Kranke darunter. Ostluft ist die gemeinsame Überwachung der Luftqualität in acht Kantonen, darunter St. Gallen, beide Appenzell und Thurgau. (sda)