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Schlagen, spucken, beissen und ein Besenstiel: Kantonspolizei St.Gallen rückt acht Mal wegen häuslicher Gewalt aus

In der Zeit zwischen Freitagnachmittag und Sonntagnacht ist die Kantonspolizei St.Gallen acht Mal wegen Streitereien im häuslichen Bereich ausgerückt. Mehrere Personen mussten im Spital medizinisch behandelt werden. Zwei Männer wurden aus den Wohnungen weggewiesen.
Tim Naef
Die Kantonspolizei St.Gallen erinnert daran, dass sie jederzeit für Hilfeleistungen oder Notfälle über die Notrufnummer 117 erreichbar ist und freut sich über ein friedliches Miteinander. (Bild: Kapo SG)

Die Kantonspolizei St.Gallen erinnert daran, dass sie jederzeit für Hilfeleistungen oder Notfälle über die Notrufnummer 117 erreichbar ist und freut sich über ein friedliches Miteinander. (Bild: Kapo SG)

Im Gebiet Fürstenland-Neckertal stritt sich ein Paar erst verbal, bevor es zu Tätlichkeiten kam. Wie die Kantonspolizei St.Gallen in einer Mitteilung schreibt, konnte eine Patrouille intervenieren, woraufhin die Personen die Nacht getrennt verbrachten. Bei einem anderen Fall verbot der Vater seinem Sohn, die Zimmertür abzuschliessen, worauf die Lage eskalierte und der Sohn drohte, Gegenstände zu zerstören. Beim Eintreffen der Polizei hatte sich die Situation bereits wieder beruhigt.

Auch im Linthgebiet-Toggenburg wurde gestritten. Nebst eines verbalen Disputs unter Geschwistern, bei dem eine Tür beschädigt wurde, stritt sich ein alkoholisiertes Paar lautstark. «Die beiden gaben an, dass dies öfters der Fall sei und gingen sich anschliessend für diese Nacht aus dem Weg», so die Kapo.

Ein Besenstiel, Spucken und eine Ohrfeige

Trauriger Spitzenreiter dieses Wochenendes war die Umgebung Bodensee-Rheintal mit drei Fällen. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, ging von einem Mann ein Notruf ein, weil er von seiner Freundin mit einem Besenstiel attackiert wurde. Nach der Intervention der Polizei sei jedoch wieder Ruhe eingekehrt.

An einer anderen Örtlichkeit kam es zwischen einem Paar zu einer verbalen Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Mann seine Freundin anspuckte und sie ihm dafür eine Ohrfeige gab. Bei der Intervention durch die Polizei kamen zudem Betäubungsmittel zum Vorschein, woraufhin eine Hausdurchsuchung durchgeführt wurde.

«Ebenfalls eskalierte es bei einer Frau und ihrem Freund in einem anderen Fall», schreibt die Kantonspolizei. Als der alkoholisierte Mann vom Ausgang zurück gekommen sei, habe er seine Frau attackiert. «Der Mann würgte die Frau, schubste sie zu Boden, schlug sie mehrfach und trat ihr in den Bauch.» Die ebenfalls alkoholisierte Frau habe den Mann darauf gebissen und sei aus der Wohnung geflüchtet. Nach der Klärung durch die Polizei begaben sich beide Personen ins Spital. Wie es in der Mitteilung heisst, war dies nicht die erste Streitigkeit des Paars; die Polizei musste bereits im Frühling ausrücken. Während des Vorfalls befand sich auch ein Kind in der Wohnung. Im Anschluss wurde der Mann der Wohnung verwiesen.

Mann geht in Werdenberg-Sarganserland auf Ehefrau los

Ein weiterer brutaler Übergriff fand in Werdenberg-Sarganserland statt. Im Communiqué heisst es, dass sich ein Ehepaar in den Haaren lag, wobei der Mann das Handy der Frau zerstörte und danach auf sie losging. Nebst Prellungen und Rötungen im Gesicht trug die Frau vom Streit eine gebrochene Nase davon. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht, der Mann zur Befragung auf den Polizeiposten. Der zur Tatzeit alkoholisierte Mann wurde für mehrere Tage der Wohnung verwiesen.

Die Kantonspolizei St.Gallen sehe an diesem Wochenende keine Häufung der Fälle von häuslicher Gewalt und rücke teilweise diesbezüglich noch häufiger aus. Trotzdem seien die Polizistinnen und Polizisten immer wieder fassungslos, wie brutal einzelne Mitmenschen miteinander umgehen würden. Die Kantonspolizei St.Gallen erinnert daran, dass sie jederzeit für Hilfeleistungen oder Notfälle über die Notrufnummer 117 erreichbar ist und freut sich über ein friedliches Miteinander.

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