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Schläge am Polterabend: Handgreiflicher FCSG-Anhänger entschuldigt sich beim Bräutigam

Beim Spiel zwischen St.Gallen und Lausanne am letzten Samstag wurde ein Fan in der Kurve handgreiflich. Jetzt zeigt er Reue gegenüber dem zukünftigen Bräutigam, der nur seinen Polterabend feiern wollte.
Stephanie Wilmes
Choreografie der Fans am Spiel vom Samstag. In der Kurve kam es auch zu einem Konflikt wegen eines Polterabends. (Bild: Urs Bucher)

Choreografie der Fans am Spiel vom Samstag. In der Kurve kam es auch zu einem Konflikt wegen eines Polterabends. (Bild: Urs Bucher)

Letzten Samstag spielte der FC St.Gallen gegen Lausanne. Unter den Zuschauern war auch eine Gruppe von ungefähr 20 Personen, die beim Match den Polterabend ihres Freundes feiern wollten. Die geplante Choreografie mit Wunderkerzen sollte in der 40. Minute stattfinden. «Indem wir ein Lied anstimmten und ein paar Wunderkerzen anzündeten, wurden wir von Fans angegriffen», schreibt einer der Gruppe in einer Mitteilung an den Verwaltungsrat des FC St.Gallen.

Die Schläger hätten sie zuerst auf aggressive Weise aufgefordert, die Aktion zu beenden. Beim Spielstand 0:2 gäbe es nichts zu feiern, hätten sie gesagt. Die Polterabend-Gemeinschaft wurde in der Folge tätlich angegangen, dem Bräutigam dabei die Brille zerschlagen. «Der ganze Abend nahm ein trauriges Ende, und niemandem war mehr zum Feiern zumute», heisst es in der Mitteilung weiter.

In einem Antwort-Mail hat der FC St.Gallen den Betroffenen angeboten, sich telefonisch zu melden. Für Zeugenaussagen oder eine Anzeige solle man sich aber an eine Fachstelle wenden.

Täter zeigt Reue

Der Schläger aus dem Fanblock hat sich inzwischen beim Kollegen des Bräutigams gemeldet. In einer anonymen SMS schreibt der Täter: Er wolle die Kosten der Brille übernehmen und sich persönlich für seine Reaktion entschuldigen. Antworten auf die Nachricht sind bis anhin noch nicht bekannt. Der Verwaltungsratspräsident des FC St.Gallen, Matthias Hüppi, sagt auf Anfrage hin: «Unser Ziel ist es, dass sich alle Menschen im Stadion sicher fühlen. Wir tragen die Verantwortung, sind aber darauf angewiesen, dass alle Gruppierungen ihren Anteil für eine sichere Atmosphäre leisten. Das hat sehr viel mit Dialog, aber auch klaren Grenzen zu tun.» Er pflege einen intensiven Austausch mit Behörden, Polizei, Sicherheitsdienst und anderen Klubpräsidenten. Im aktuellen Fall vom Samstag laufen die Untersuchungen. «In den nächsten Tagen wird alles sorgfältig geprüft. Dies in Zusammenarbeit mit unseren Sicherheitsverantwortlichen und den Behörden», sagt der seit Mitte Januar amtierende Präsident.

Bei einem solchen Ereignis in einem Stadion gilt es einiges zu beachten. «Wenn es zur Auseinandersetzung kommt, muss man bei der Untersuchung die Haltung aller involvierten Parteien miteinbeziehen.» Nach wenigen Monaten im Amt lerne er jeden Tag etwas dazu, fügt der Präsident des Fussballklubs an.

Noch keine Anzeige erstattet

Fanarbeiter hätten am Samstag Gespräche mit der Kurve geführt, erklärte Hüppi gegenüber FM1Today. «Der Moment für die Aktion war am Samstag aber heikel, weil die Stimmung ohnehin aufgeheizt war».

Die Fanarbeiter sagen auf Anfrage, dass der Vorfall intern aufgearbeitet werde. Der Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, Gian Andrea Rezzoli, konnte zum Ereignis im Kybunpark vom letzten Samstag noch keine Angaben machen. «Eine Anzeige wurde nicht erstattet», sagt er.

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