Schlägerei: Strafantrag gegen Schweizer

VADUZ. Die liechtensteinische Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch gegen zwei Schweizer Strafanträge gestellt. Sie waren an der Massenschlägerei in Mauren am "Oktoberfest" beteiligt. Der Strafrahmen beträgt bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe.

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Bei der Massenschlägerei in Mauren waren Schweizer beteiligt. (Gestellte Szene) (Bild: Hannes Thalmann)

Bei der Massenschlägerei in Mauren waren Schweizer beteiligt. (Gestellte Szene) (Bild: Hannes Thalmann)

Die Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch gegen die beiden sich in Untersuchungshaft befindenden Schweizer Staatsangehörigen Strafanträge wegen schwerer Körperverletzung in zwei Fällen und wegen versuchtem Widerstand gegen die Staatsgewalt eingebracht. Der Strafrahmen beträgt bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe. Gegen weitere Verdächtige wird in seperaten Verfahren ermittelt.

Zur Schlägerei verabredet
Die Untersuchung ergab, dass bei der Massenschlägerei ein Polizist schwer verletzt wurde, als ihn ein Stein am Hinterkopf traf.
Er erlitt dabei ein offenes Schädel-Hirn-Trauma mit einer Impressionsfraktur.

Die zweite schwer verletzte Person erlitt durch zahlreiche Schläge und Tritte gegen den Kopf unter anderem einen zweifachen Bruch des Augenhöhlenknochens. Die Staatsanwaltschaft legt den beiden Verdächtigen zur Last, sich zu der Schlägerei mit den anderen Mittätern verabredet zu haben. Die Verhandlung wird am 9. Oktober stattfinden.

Rechtsextreme lösen Konflikt aus
Die Massenschlägerei zwischen einer rund 20köpfigen rechtsextremen Gruppe und türkischen Festbesuchern hatte sich in der Nacht vom 18. auf den 19. September ereignet. Sie soll von den Rechtsextremen aus der Schweiz und Liechtenstein provoziert und ausgelöst worden sein. (ss.)

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