Schimmelmasken im Einsatz – die Nachricht hatte auch im Kanton St.Gallen aufgewühlt – nun gibt der Bund Entwarnung: Die Gesundheit der Träger war nicht gefährdet

Von Schimmel betroffene Schutzmasken im Einsatz: Die Nachricht hatte aufgewühlt, auch im Kanton St.Gallen. Denn auch hier waren die Masken aus Armeebeständen verteilt worden. Nun kommt Entwarnung von oberster Stelle: Die Gesundheit der Maskenträger war nicht gefährdet.

Regula Weik
Drucken
Teilen
Masken sind heute zum Alltagsgegenstand geworden.

Masken sind heute zum Alltagsgegenstand geworden.

Bild. imago-images.de

Die Maskenpflicht ist derzeit in aller Munde. In den Geschäften türmen sich Schachteln mit Hygienemasken. Von einem Versorgungsengpass ist derzeit keine Rede – anders als im Frühling. Zu Beginn der Coronapandemie waren Schutzmasken auf dem Markt nur schwierig oder nur zu überhöhten Preisen erhältlich. Der Bund sprang ein – und stellte den Kantonen Schutzmasken aus den Armeebeständen zur Verfügung. Auch dem Kanton St. Gallen. Und dieser verteilte sie gratis an verschiedene Institutionen.

Im Sommer rief der Bund die Masken vorsorglich zurück, weil sie Spuren eines Pilzbefalls zeigten. Da waren sie längst getragen worden. Wie gefährlich waren diese? Nun gibt die Armee Entwarnung. Zwei unabhängige Analysen hätten ergeben, dass eine gesundheitliche Gefährdung nicht nachweisbar sei. Auch das Risiko einer allergischen Reaktion durch Einatmen von Sporen gelte als extrem unwahrscheinlich. Im Gegenteil: Gemäss der Analysen stellt die Atemluft in der warmen Jahreszeit eine höhere Belastung der Lunge dar als das Einatmen durch diese Masken.

Kanton räumt Fehler bei der Information ein

Auch der Kanton St. Gallen hatte sich mit Fragen zu den Schimmelmasken auseinandersetzen müssen. Eine Kantonsrätin hatte im Sommer kritisiert, er habe einzelne Institutionen zu spät orientiert, nachdem der Bund die Masken vorsorglich zurückgerufen habe.

Der Kanton räumte Fehler bei der Information ein. Ein grosser Teil der Masken sei noch eingelagert gewesen oder nur innerhalb der kantonalen Verwaltung verwendet worden, als die Warnung des Bundes eingegangen sei. Dies sei sofort gestoppt worden. Erst einige Tage später habe sich herausgestellt, dass auch Institutionen und Personen im Gesundheits- und Sozialwesen die kontaminierten Masken erhalten hätten. Damit sei «das Ziel einer zeitnahen Information» aller Institutionen und Personen nicht erreicht worden, so die Regierung. Diese Erkenntnis werde als «Lesson learned» verbucht.

Mehr zum Thema